Microsoft will Lücke im FTP-Dienst schnell schließen

Sicherheitslücken Nachdem wir gestern über eine Sicherheitslücke in Microsofts Internet Informationen Services (IIS) berichteten, hat der Konzern angekündigt, bereits an der Behebung des Problems zu arbeiten. Demnach ist die Sicherheitslücke bereits bekannt.

Microsoft veröffentlichte auch ein Security Advisory, in dem vor der Lücke im Zusammenhang mit dem FTP-Dienst gewarnt wird. Administratoren erhalten dort detailierte Informationen, wie sie Vorsichtsmaßnahmen treffen, bis ein Patch zur Verfügung steht. Ob dieser noch rechtzeitig zum Patch-Day am 8. September fertiggestellt werden kann, ist nicht bekannt. Microsoft will das Update erst dann freigeben, wenn es ausführlich getestet wurde.


Der Autor "Kingcope" schreibt in seinem Beitrag auf der Mailingliste "Full Disclosure", dass die Versionen 5 und 6 der Internet Informationen Services (IIS) betroffen sind. Der Quellcode des Exploits wurde in einer PDF-Datei veröffentlicht und enthält speziell auf Windows 2000 zugeschnittenen Shellcode. Mit Hilfe eines anonymen Logins stellt man eine Verbindung zum FTP-Server her, auf dem mit dem Kommando MKD zwei Verzeichnisse angelegt werden. Die Sicherheitslücke steckt dann im Kommando NLST, mit dem der Inhalt eines Verzeichnisses dargestellt werden kann.

Server-Admnistratoren sollten den FTP-Login auf vertrauenswürdige Nutzer beschränken, um vorerst auf der sicheren Seite zu sein. Microsoft reagierte auf die aktuelle Bedrohung sehr schnell. Laut dem Autor des Exploit-Codes nahm er vorab keinen Kontakt mit Microsoft auf, sondern veröffentlichte die Details sofort.
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LOL... wäre ja auch schlimm wenn die nichts dagegen machen würde... schade ist nur das die nicht so schnell wie die Jungs von Linux, da hatte es letztes nicht mal ne Woche gedauert bis der Fehler im Kernel behoben wurde. Linux = kostenlos = schnelle Fehlerbehebung, Windows = teuer = langsame Fehlerbehebung... Also wenn die Software schon Geld kostet, dann sollte diese wenigstens ordentlich und schnell gepflegt werden.
 
@derberliner06: Die haben ja auch nichts anderes zu tun... Oder denkst du da sind die Entwickler bei MS den ganzen Tag nur am warten bis sie einen Bug beheben dürfen? Deswegen wird doch ein Bug erst behoben, wenn dieser öffentlich gemacht wird, weil wenn keiner außer MS davon weiß, geht keine Gefahr aus.
 
@patrick_schnell: Davon weiß keiner außer Microsoft und allen die regelmäßig IT News im Internet lesen... aber wenn du Keiner bist... Die Leute die an Linux mit entwickeln sind in der Regel privat Leute wie du und ich, die aber was besseres als Windows wollen und daher oft Ihre Freizeit opfern... Ich denke schon das die eigentlich was besseres vorhaben, nur soll deren OS halt besser sein, daher setzten Sie sich mehr ein. Ich könnte mir auch gut vorstellen das der ein oder andere auch Interesse hätte den Fehler selbst zu beheben, nur da WinzigWeich (Microsoft) seinen Quellcode nicht offen legt, sind den Leuten die Hände gebunden so das Sie darauf angewiesen sind so lange zu warten bis bei Microsoft jemand in der Lage ist den Fehler zu behen.
 
@derberliner06: Ja das ist ja auch Microsofts gutes Recht, schließlich investieren sie Milliarden in ihr Produkt. Und klar bei Linux sind es hauptsächlich Privat-Leute (obwohl diejenigen die am Kernel arbeiten, dass sind doch nur wenige oder? Und das auch unter Führung von Linus Torvalds). Ich habe nichts gegen Linux, ich setze es für Server usw. auch ein, aber es ist nunmal kein wirkliches "Produkt"... es ist für mich eher eine Programmsammlung wenn ich das mal so überspitzt beschreibe.
 
@derberliner06: Naja, so einfach kannst du es dir dann auch nicht machen. Wenn man mal alle Entwickler von allen Projekten die so in einem Linux vom Kaliber eines Windows-Servers vorkommen zusammenzählt und sie gegen die Mitarbeiter bei Microsoft stellt, die für Windows Server zuständig sind, wird man feststellen das da ein gewaltiges Ungleichgewicht herrscht. Da ist es kein Wunder das die Reaktion auf Sicherheitshinweise manchmal unterschiedlich ausfällt.


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