WikiTrust: Zuverlässigkeit mit Farbe darstellen

Internet & Webdienste Mit einem Vorhaben namens "WikiTrust" will die Online-Enzyklopädie Wikipedia für mehr Vertrauen bei den veröffentlichten Artikeln sorgen. Eine farbliche Kennzeichnung soll diesbezüglich zum Einsatz kommen.

Unter anderem sollen bewusste Falschinformationen in Zukunft vermieden und die Wikipedia im Allgemeinen ein Stück weit verlässlicher werden. Noch im Herbst dieses Jahres wird WikiTrust seinen Betrieb aufnehmen, teilte derStandard mit. Mithilfe von farbiger Darstellung soll das optionale Feature anzeigen, wie vertrauenswürdig der Verfasser eines Artikels ist und wie lange der Beitrag schon auf der Seite vorhanden ist.


Entwickelt wurde dieser Mechanismus von den Forschern des Wiki Lab an der University of California in Santa Cruz (UCSC). Durch diese automatisierte Funktionalität sollen die Besucher auf einfache Weise herausfinden können, wie verlässlich die jeweiligen Artikel und Autoren von Wikipedia sind.

Umgesetzt wird das Vorhaben nach einem recht einfach gestrickten Konzept. Je länger ein Artikel unverändert auf Wikipedia zur Verfügung steht, umso vertrauenswürdiger wird er eingestuft.

Neu eingestellte Artikel oder Texte von unbekannten Autoren werden zunächst in einem kräftigen Orange hinterlegt. Wird der besagte Inhalt anschließend von vielen Leuten angesehen und bearbeitet, so kann sich die farbliche Gestaltung schrittweise von Orange zu Weiß verändern.

Nachdem WikiTrust bereits den Benutzern des MediaWiki zu Testzwecken seit Längerem zur Verfügung stand, soll das Vorhaben nun auf die komplette Enzyklopädie ausgeweitet werden. Angewendet werden kann das neue Feature von allen registrierten Benutzern.
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Wikipedia ist ein sehr gute Idee, leider ist aber der Wahrheitsgehalt nicht gegeben. Besonders bei jüngeren und ungebildeten Leuten steht Wikipedia aber für den Garant einer wahren Aussage! Man sieht dies besonders in Foren, wo sehr gerne Artikel von Wiki als Unterstützung der eigenen Aussage genommen werden. Da nützt es leider auch nichts den Leuten klar zumachen, dass z.B. der jeweilige Artikle evtl. nicht wahr ist, auch wenn er von Wikipedia kommt! Nicht ohne Grund, werden alle Studierende an den schweizer Unis explizit darauf hingewiesen, dass Wikipedia niemals für Arbeiten herangezogen werden soll! Auch diese Idee hier in der News, führt zwar sicher zu einer Besserung, aber nicht zu einer endgültigen Lösung des Problems.
 
@Rumulus: darum lese ich, sofern vorhanden, auch gerne mal den englischen artikel zu einem thema, auf wiki, weil es mir schon mindestens zweimal vorgekommen ist, dass bei einer person das geburtsdatum / der geburtsort nicht gestimmt hat... ein kumpel von mir (studiert geschichte) hat mal auf der seite unserer stadt unter geschichte was geändert, was nicht ganz richtig war, doch dann wurde es wieder rückgängig gemacht.. wahrscheinlich von einem stadtmitarbeiter... wie gesagt, wiki hat was gutes, aber auch negatives... als grundlage ist es aber sehr zu gebrauchen...
 
[re:2] MT2 am 31.08.09 20:14 Uhr
(+4
@Rumulus: "Da nützt es leider auch nichts den Leuten klar zumachen, dass z.B. der jeweilige Artikle evtl. nicht wahr ist" Die Sache ist doch die: Eine Aussage (egal aus welcher Quelle), kann erst als falsch betitelt werden, wenn man es auch beweisen kann, also anhand anderslautenden Informationen, widerlegt werden kann (z.B. anhand einer abweichenden Angabe aus einem anderen Lexikon). Allgemein zu sagen, dass Artikel aus Wikipedia grundsätzlich keinen Aussagewert haben bzw. kein Vertrauen zu schenken ist, ist etwas zu verallgemeinert. Inhaltliche Fehler kommen vor, sicherlich, aber wer sich mit einem Thema intensiver beschäftigen will, ist sowieso grundsätzlich dazu angehalten, mehrere Quellen heranzuziehen und entsprechend nachzurecherchieren, zumal jeder Artikel auf Wikipedia in der Regel eine Quellenangabe hat.
 
@MT2: Ich habe niergends geschrieben, dass die Beiträge/Artikel grundsätzlich falsch sind, oder keine Aussagenwert haben! Evtl. bedeutet immer noch, dass es unbestimmt ist, also sein könnte! Bitte sachlich bleiben, ich wollte damit nur sagen was ja bekannt ist und auch die Wahrheit entspricht, dass man diese Artikel mit einer gesunden Skepsis betrachten sollte. Es gibt genügend Alternativen bei denen man grundsätzlich davon ausgehen kann, das der Wahrheitsgehalt gewährleistet ist. Gerade im Internet bzw. Foren ist es oftmals nicht allzu einfach einen Wikiartikel zu widerlegen, da man den Beweis z.B. bei sich in einem anerkannten und unbestrittenen Fachbuch hat. Gegenbeweise im Internet fallen grundsätzlich darunter, ob man etwas glauben will oder nicht. Gegenargumentation ist schnell, warum soll dein Artikel jetzt wahr sein? Hinzu kommt noch, dass es oft sehr zeitaufwändig ist, den Gegenbeweis in gewünschter Form (Format und Glaubwürdikeit) zu suchen. Wiki ist eine sher gute Idee und funtkioniert nur, weil "jeder" mitmachen kann, unabhängig von seinen Qulifikationen und genau darin liegt auch das Problem. Es stimmt viele Artikel haben Quellangaben, aber nicht alle. Bei den Quellangaben muss man aber auch bedenken, was für Quellangaben sind dies? Es liegt nunmal in der "Natur" von Wikipedia, dass es zuoft keinen Garant für den Wahrheitsgehalt ist und darum ist deine Aussage sogar ein Muss, dass man immer mehrere Quellen hinzu ziehen muss. Selbst ich schaue Mal auf die Kürze bei Wiki nach, wenn ich etwas nicht weiss, ist es aber von Bedeutung bemühe ich mich um andere Quellen.
 
@Rumulus: Und wer sagt dir, dass in Geschichtsbuechern und Co. die Wahrheit drin steckt? Was damals (als bsp) wirklich passiert ist kann auch kaum einer sagen. Denn jeder interpretiert es ja anders usw. Von daher sollte man sich nicht so pingelig haben. Wer Wiki nutzen will, soll es tun und natuerlich sollte man dann nicht alles 100% glauben. Fuer mich dient wiki auch nur als info ueber best. Bands, Musik, Filme usw.^^ weil man schnell Infos hat wie Kosten, Erscheinungsjahr usw


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