Verkaufsverbot für Word: Dell & HP fürchten Kosten

Office Die PC-Hersteller Dell und HP haben sich im Rechtsstreit um das von einem Gericht in Ost-Texas verhängte Verkaufsverbot gegen die Textverarbeitung Word noch einmal hinter Microsoft gestellt. Die Redmonder verletzen mit Word angeblich Patente der kanadischen Firma i4i. HP und Dell fordern in einem bei Gericht eingebrachten Dokument die Verlängerung der bisher auf 120 Tage festgelegten Frist, ab der Microsoft Word in den USA nicht mehr verkauft werden dürfte. Außerdem soll der Richter seine Entscheidung noch einmal überdenken. Die Computerkonzerne schließen sich damit einem Berufungsantrag von Microsoft an, berichtet 'PC Magazine'.

Unter anderem heißt es in dem Papier, dass ein Verkaufsverbot für Word weit über Microsoft hinaus Auswirkungen haben könne. Die Software sei im Bereich der Textverarbeitung allgegenwärtig und werde zudem zahlreichen Computern von Dell beigelegt. Dell und HP fürchten offensichtlich die mit dem Verbot verbundenen Kosten für Änderungen und Eingriffe in die Ausstattung ihrer Produkte.

So verwies Dell ausdrücklich darauf, dass durch Änderungen an den zur Vorinstallation auf Fertig-PCs verwendeten DVD-Images Kosten entstehen. Zusätzlich müssen dem PC-Hersteller zufolge erneut ausführliche, Zeit und Ressourcen beanspruchende Tests durchgeführt werden. Des weiteren sei ein Verkaufsstopp für Word nicht im Sinne des öffentlichen Interesses.

Das Gericht hatte Microsoft Mitte August wegen der Verletzung von Patenten der Firma i4i zur Zahlung einer Strafe von 290 Millionen US-Dollar (rund 200 Mio. Euro) verurteilt. Der Softwarekonzern hat inzwischen Berufung beantragt. Die Verhandlung findet am 23. September statt, bevor das Verkaufsverbot bereits Mitte Oktober in Kraft treten würde.

In dem Patentstreit geht es um Technologien für den Umgang mit "Custom XML"-Dateien, wie sie unter anderem von Word und OpenOffice.org verwendet werden. Sowohl Word 2007, als auch Word 2003 wären von der dauerhaften Verfügung des Gerichts betroffen, es sei denn, Microsoft würde bestimmte Funktionen deaktivieren, die eventuell i4is Patente verletzen.
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