Forscher: Niemand kümmert sich um das Internet

Internet & Webdienste John Doyle, Professor am California Institute of Technology, hat die mangelnden Initiativen bei den verschiedensten Internet-Teilnehmern beklagt, sich um eine Verbesserung der Basis-Infrastruktur zu kümmern. Insbesondere den Providern machte er laut dem 'Chritian Science Monitor' einen Vorwurf. Bei diesen gebe es kaum einmal finanzielle Anstrengungen, um insbesondere den Wechsel von IPv4 auf IPv6 voranzutreiben. Dabei sei dieser dringend notwendig.

Die Verbesserung der Infrastruktur sei in den Hintergrund gedrängt worden, während sich alle an schicken neuen Web-Applikationen wie Facebook oder Twitter erfreuen, so die Kritik Doyles. Obwohl alle wichtigen Betriebssysteme und auch die Netzwerksysteme seit Jahren IPv6 unterstützen, sei es bisher nahezu unmöglich, bei einem Provider eine entsprechende Adresse zugewiesen zu bekommen.

Das letzte größere Upgrade erhielt das Internet in den 80er Jahren mit der Einführung von IPv4. In den letzten rund 25 Jahren wurden hingegen keine Grundlegenden Verbesserungen mehr vorgenommen, die durch das rasante Wachstum notwendig gewesen wären.

So steht man nun unter anderem vor der Situation, dass die damals als nahezu unerschöpflich geltende Menge von etwa 4 Milliarden verfügbaren IP-Adressen deutlich zu klein ist. Insbesondere die Verfügbarkeit von Netzzugängen bei Handys und das schnelle Wachstum der Nutzerzahlen in Ländern wie China und Indien bereiten zunehmen Probleme, die mit IPv6 lösbar sind. Die neue Version des Internet-Protokolls bietet rund 340 Sextillionen (2128) einzelne Adressen.

Aber auch verschiedene Sicherheits-Probleme, die heute immer öfter zu massiven Schwierigkeiten führen, sind laut Doyle ein Grund, den Umstieg schnell voranzutreiben. "Das Original (des Internets) war nur eine experimentelle Demo, kein fertiges Produkt", gibt er zu bedenken. Trotzdem wird noch immer mit einer ganzen Reihe der ursprünglichen Technologien gearbeitet.

Wie Doyle ausführte, ist es notwendig, die Teilnehmer am Internet zu eigenen Initiativen hinsichtlich eines großen Upgrades zu bewegen. Immerhin gibt es keine zentrale Stelle, die einen Umstieg für alle anordnen könnte, wie es beispielsweise die jeweilige nationale Behörde beim Wechsel von analogem zu digitalem Fernsehfunk tat.
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