Google misst Bewegungsprofile für Routen-Planung

Internet & Webdienste Der Suchmaschinenbetreiber Google setzt nun auch bei seinem Kartendienst "Google Maps" für Smartphones auf Community-Features. Nutzer sollen zukünftig helfen, die Routen-Planung zu optimieren. Das neue Feature steht derzeit nur Anwendern in den USA zur Verfügung, wird in den kommenden Monaten aber voraussichtlich auf in anderen Regionen angeboten. Autofahrer können hier zur automatisch generierten Strecke alternative Routen einbringen, die dann auch anderen Usern angezeigt werden.

Das Unternehmen setzt so auf die Erfahrungen ortskundiger Fahrer, um Wege zu finden, über die man womöglich schneller zum Ziel kommt. Google Maps geht bisher nahezu von der kürzesten Strecke aus und berücksichtigt lediglich noch nahe liegende Hauptverkehrsstraßen, die durch ihren besseren Ausbau eine kürzere Fahrzeit versprechen.

Der Clou bei dem neuen Feature: Der jeweilige Anwender muss noch nicht einmal selbst die Routen korrigieren. Lediglich eine Freigabe zur Auswertung der Daten ist notwendig. Die Fahrtstrecke und -zeit wird dann automatisch über das im Smartphone integrierte GPS-Modul verfolgt und zur Optimierung der Routenplanung ausgewertet.

Allerdings eröffnet sich dadurch eine weitere Quelle, über die Google durchaus sensible Daten seiner Nutzer erhält. Immerhin stellt man dem Unternehmen dann nicht nur zahlreiche Informationen über die eigene Internet-Nutzung, sondern auch Bewegungsprofile in der Offline-Welt zur Verfügung.
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