AMD plant Werk für Smartphone-Chips in Russland

Wirtschaft & Firmen Der weltweit zweitgrößte Prozessor-Hersteller AMD plant offenbar den Aufbau eines neuen Chip-Werkes in Russland. In diesem werden voraussichtlich Komponenten für Smartphones hergestellt. Dabei will der Konzern mit dem russischen Halbleiter-Produzenten Rusnano zusammenarbeiten, berichtete die russische Tageszeitung 'RBCDaily' unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten Manager aus der Branche. Rusnano wolle demnach 500 Millionen Dollar in das Joint Venture mit dem Partner aus den USA investieren.

In dem neuen Werk sollen dem Vernehmen nach Chips mit einer Strukturbreite von 65 Nanometern hergestellt werden. Über entsprechende Fertigungskapazitäten verfügt die russische Halbleiter-Industrie bislang nicht. Unklar ist noch, ob das Werk letztlich wirklich in Russland gebaut wird oder ob die Fertigung im Ausland erfolgt und das Joint Venture die Komponenten über seinen Sitz in dem Land vertreibt.

Alexander Belenkiy, Chef von AMD Russia, bestätigte gegenüber der Zeitung, dass es ein Treffen zwischen Managern seines Unternehmens und Rusnano-Chef Anatoly Chubais gegeben habe. Über den Inhalt der Gespräche oder gemeinsame Planungen für eine Chip-Fabrik wollte er sich aber nicht äußern.
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