ICANN kämpft erfolgreich gegen Testen von Domains

Internet & Webdienste Viele Domain-Händler missbrauchen seit geraumer Zeit die fünftägige Frist, innerhalb derer man viele Adressen wieder zurückgeben kann, ohne das Kosten entstehen. Eigentlich ist dies als Service für Domain-Inhaber gedacht, um Tippfehler nicht bezahlen zu müssen. Die Domain-Händler nutzten diese Frist jedoch aus, indem sie massenhaft Domains registrierten und diese dann nach fünf Tagen wieder zurückgaben. Dieses so genannte Domain-Tasting war der ICANN ein Dorn im Auge. Die Domains wurden genutzt, um Webseiten bei Google zu pushen. Nur die Domains, die ordentliche Werbeeinnahmen erzielten, wurden behalten. Sie mussten mindestens die Registrierungsgebühr abdecken.

Andere "Unternehmer" nutzten das Domain-Tasting, um freie Domains automatisiert zu registrieren und sofort zum Weiterverkauf anzubieten - natürlich mit Gewinn. Fand sich in der Zeit kein Käufer, wurde sie ohne finanzielle Verluste zurückgegeben.

Im Juli 2008 ging die ICANN dagegen vor. Sie verlangte von den Registraren, dass sie nur noch ein Zehntel der Domains kostenlos löschen dürfen, wie dauerhaft registriert bleiben. Jede weitere Löschung kostet 20 US-Cent. Im April 2009 wurden die Preise bei vielen Top Level Domains erhöht und eine Löschung kostete genau so viel wie eine dauerhafte Registrierung. Die Registrare gaben diese Kosten natürlich an die Kunden weiter, so dass den Domain-Tastern die Geschäftsgrundlage entzogen wurde. Demnach ging die monatliche Zahl der Domain-Löschungen innerhalb der 5-tägigen Frist seit Juni 2008 um 99,7 Prozent zurück.
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