China: Festnahmen nach Tod in Internet-Sucht-Camp

Internet & Webdienste Der Tod eines Jugendlichen in einem chinesischen Camp zur Behandlung von Internet-Süchtigen führt nun zu weiteren Konsequenzen. Insgesamt 13 Personen wurden verhaftet und die offenbar illegal betriebene Einrichtung geschlossen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur 'Xinhua' berichtet, haben die Behörden das wie eine Art Drill-Camp der Armee geführte "Qihang Salvation Training Camp" geschlossen, weil keine Lizenz vorhanden war. 122 weitere Jugendliche, die dort in "Behandlung" waren, wurden von ihren Eltern wieder nach Hause geholt.

In der letzten Woche war bekannt geworden, dass die Aufseher in der Einrichtung offenbar einen 15-Jährigen Jungen erschlagen hatten. Er war zuvor verschiedenen Bestrafungen und Demütigungen ausgesetzt, obwohl er noch nicht einmal einen Tag in dem Camp zugebracht hatte.

Der Vater des Teenagers fand ihn später mit schweren Verletzungen in einem örtlichen Krankenhaus, in das er nach Angaben der Lagerleitung wegen einer ernstzunehmenden Fiebererkrankung eingeliefert wurde. Die Boot-Camps für Internet-Süchtige sind immer wieder Thema in den Medien. So hatte China erst kürzlich die Behandlung der "Patienten" mit Elektroschocks verboten.

Viele Einrichtungen für angeblich Internet-Süchtige werden in China mit einer offiziellen Lizenz der Regierung betrieben und erhalten teilweise sogar explizit Unterstützung von den Behörden. In China gilt Internet-Sucht als Krankheit, die angeblich die Schulnoten beeinträchtigt und zu einer Abgrenzung zwischen Jugendlichen und ihren Eltern führt.
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