Microsoft will sich dauerhaft auf rigorose 'Diät' setzen

Microsoft Microsoft will sich selbst auf eine Art "Diät" setzen, um die derzeitig schwierige wirtschaftliche Lage zu überwinden. Dabei soll Sparsamkeit zum höchsten Gut erklärte werden, so der Finanzchef von Microsoft Chris Liddell gegenüber dem Branchendienst 'Bloomberg'. Es gehe bei seinen Plänen nicht darum, eine kurzfristige "Crash-Diät" einzulegen, bei der man einige Quartale weniger zu sich nimmt. Stattdessen handele es sich um ein neue Lebensart, bei der man abnimmt und dünn bleibt, beschrieb Liddell seine Vorhaben. Alle Kosten müssten gegeneinander abgewogen werden.

Microsoft hat seine operativen Kosten bereits um 3 Milliarden US-Dollar reduziert und rund 5000 Mitarbeiter entlassen. Dennoch muss man weiter investieren, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten. Trotzdem soll weiter gespart werden, unter anderem durch eine effektivere Nutzung von Rechenzentren und die Auslieferung von Software über das Internet anstatt von optischen Medien.

Wollen Manager neue Mitarbeiter einstellen, müssen sie in anderen Bereichen Einschnitte vornehmen, so Liddell. Außerdem reduziert Microsoft die Ausgaben für Reisen und Firmenveranstaltungen. Hinzu kommt eine mögliche Verlagerung von Support-Arbeitsplätzen in Billiglohnländer.

Die Sparmaßnahmen sind auch der Grund für die Aufgabe des YouTube-ähnlichen Dienstes SoapBox und die Einstellung der Entwicklung der Flight Simulator Spieleserie. Erstmals in der Geschichte des Unternehmens, stoppt Microsoft die Entwicklung von Diensten und Anwendungen, um seine Kosten zu reduzieren.

Für die kommende Zeit sieht Liddell eine eher düstere Zukunft. Das Wachstum werde nach Ende der Rezession für die nächsten Jahre deutlich geringer ausfallen als vor Beginn der Wirtschaftsprobleme, so seine Prognose. Insgesamt gab er sich jedoch positiv gestimmt, weil man die Krise auch als Chance sieht.

So waren die Entlassungen Anfang des Jahres seiner Auffassung nach eine Art Weckruf für die Mitarbeiter von Microsoft. Es sei nun allen im Unternehmen klar, dass man härter arbeiten müsse, um die Kunden zufrieden zu stellen und alle Produkte innerhalb der vorgegebenen Zeitrahmen mit den geplanten Funktionen fertig zu stellen.
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