Gesundheitskarte: Ärzte lehnen weiteren Testlauf ab

Wirtschaft & Firmen In der Testregion Heilbronn wird es keinen weiteren Test zur elektronischen Gesundheitskarte mehr geben. Wie die Landesärztekammer mitteilte haben inzwischen nahezu alle Testärzte ihre Testbeteiligung fristgerecht gekündigt. Auch die Arbeitsgemeinschaft zur Einführung der elektronischen Gesundheitskarte in Baden-Württemberg wird voraussichtlich nach dem 31. Dezember 2009 nicht mehr weiterbestehen. Die Vereinbarung zur Bildung dieser Arbeitsgemeinschaft läuft zu diesem Zeitpunkt aus und wird von den ärztlichen Körperschaften auch nicht verlängert.

Der für das erste Quartal 2010 geplante Test mit 10.000 Versicherten habe nicht mehr mit der ursprünglich geplanten Erprobung durch den Hersteller Gematik zu tun, bemängelte Ulrike Wahl, Vorsitzende der Landesärztekammer. Das Unternehmen habe die Rahmenbedingungen einseitig grundlegend geändert.

Die nun von ihr geplante Tests seien nicht mehr ergebnisoffen. Die Testregionen erhielten vielmehr Betaversionen der Online noch nie getesteten Anwendungen der Gesundheitskarte, die - sollten sie nicht völlig unbrauchbar sein - drei Monate später flächendeckende ausgerollt werden sollen. Unter diesen Bedingungen hätten Tests keinen Sinn, da ihre Ergebnisse gar nicht mehr in Verbesserungen umgesetzt werden könnten.

Der im letzten Jahr durchgeführte, ergebnisoffene und evalulierte Test war in den Augen der Präsidentin richtig und hat wichtige Erkenntnisse gebracht. So habe die elektronische Gesundheitskarte nach den Evaluationsergebnissen ihre technische Funktionsfähigkeit unter Beweis gestellt. Allerdings hat der Test auch gezeigt, dass die Arbeitsabläufe zumeist als langsam und schwierig, mit mehr Arbeitsschritten, ohne zusätzliche Informationen und ohne höhere Qualität wahrgenommen wurden. Die getesteten Anwendungen hätten die Beteiligten nicht zufrieden gestellt.

Wahl geht davon aus, dass das Konzept der Gesundheitskarte nach der Bundestagswahl ohnehin noch einmal neu erstellt wird. Auch deshalb sehe man im Festhalten an dem geplanten Test unter alten Voraussetzungen keinen Sinn. Insbesondere verwahre man sich davor, "für verdeckte Wirtschaftsförderungsprogramme zu Lasten von Patienten und Ärzten" herzuhalten.
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