Deutsche Telekom: T-Mobile USA auf dem Prüfstand

Wirtschaft & Firmen Nachdem die Deutsche Telekom bereits ihre Auslandsbeteiligung in Großbritannien genau unter die Lupe nimmt und einen Verkauf oder Tausch des Mobilfunkgeschäfts anstrebt, wird nun auch das US-Geschäft einer genauen Prüfung unterzogen. Wie die 'Financial Times Deutschland' aus konzernnahen Kreisen erfahren hat, wären weitere milliardenschwere Investitionen in das US-Mobilfunkgeschäft notwendig. Zwar würde das Geschäft dort gut laufen, dennoch sei "T-Mobile USA [] weit davon entfernt, die Investitionen wieder einzuspielen", so die Zeitung.

Die amerikanische Mobilfunktochter ist dabei ein wichtiger Bereich des Unternehmens. So kommt die Telekom in den Vereinigten Staaten nicht nur auf etwa 33,2 Millionen Mobilfunkkunden, T-Mobile USA war zuletzt auch mit 26 Prozent am Gesamtumsatz der Deutschen Telekom beteiligt.

Dennoch wirken sich die massiven Investitionen in den Vereinigten Staaten negativ auf den Wert des Gesamtkonzerns aus. "Es war schon 2006 klar, dass diese beiden Beteiligungen massiv Geld vernichten", zitiert die Financial Times Deutschland einen Telekom-Insider.

Der Sal. Oppenheim-Analyst Frank Rothauge ist sich sicher, den Grund für die Probleme der Telekom in einigen Auslandsmärkten ausgemacht zu haben. Demnach habe der Konzern "keine Strategie, um sich als Dritter oder Vierter im Markt erfolgreich aufzustellen". Er rät der Telekom, sich ein Beispiel an E-Plus zu nehmen und mit neuen Marken und günstigen Preisen die Konkurrenz im Ausland auszustechen.
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