Dell soll nach Fehler in Shop LCDs für 10 Euro liefern

Monitore & Displays Der Computerhersteller Dell muss unter Umständen zahlreiche Displays, die über den Online-Shop des Unternehmens wegen eines Fehlers zum Preis von umgerechnet gerade einmal 10 Euro angeboten wurden, zu diesem Preis ausliefern.

Normalerweise werden die Bestellungen nach einem solchen Fehler einfach storniert. In Taiwan, wo der Fehler zu rund 140.000 Bestellungen führte, bevor er von Dell korrigiert werden konnte, wird das Ganze nun jedoch zu einer Staatsaffäre. Die Regierung sieht die Gesetze für einen fairen Wettbewerb verletzt, meldet 'Channel Register'.


Dell droht nun ein Verfahren wegen Verletzung der geltenden Gesetze, so dass das Unternehmen letztlich gezwungen sein könnte, die Bestellungen zu erfüllen. Dies würde bedeuten, dass Dell Verluste in Millionenhöhe hinzunehmen hätte, schließlich beträgt der Handelswert der durch den Fehler günstiger verkauften Geräte sonst insgesamt rund 15 Millionen Euro.

Der Hersteller hat sich mittlerweile zwar bei seinen Kunden für den Fehler entschuldigt und eine Entschädigung angekündigt, wie diese aussehen soll, ist jedoch nicht bekannt. Möglicherweise will man den Schnäppchenjägern Rabatte auf künftige Einkäufe gewähren, um so Ermittlungen durch die taiwanischen Behörden zu vermeiden.

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Gekauft ist gekauft, selbst schuld wenn man seine Angebote nicht überprüft vorher.....
 
@Wlimaxxx: In Deutschland zumindest könnte Dell die Kaufverträge ganz leicht anfechten, da (nach BGB §119) ein offensichtlicher Irrtum vorliegt. Diese wären damit ungültig und Dell nicht zur Lieferung der Ware verpflichtet. Nur in Taiwan scheint das wohl anders zu laufen.
 
@john-vogel: stimmt... die willenserklaerungen stimmen in dem fall nicht ueberein und der vertrag ist nichtig
 
@-adrian-: das ist falsch. Nach der Anfechtung bei Irrtum gibt es KEINE Willenserklärung mehr.
 
@humfri: Joa, wenn man es genau nimmt hast du Recht. Man lernt ja immer, dass es dann wäre "als ob es nie zu der Sache gekommen wäre".^^


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