The Pirate Bay: Käufer will für legale Torrents zahlen

Filesharing Der neue Besitzer des Filesharing-Portals The Pirate Bay will das von mehr als 20 Millionen Nutzern frequentierte Portal binnen kürzester Zeit zu einem von ihnen gern besuchten legalen Angebot verwandeln. Unterdessen wollen viele Nutzer ihre Konten löschen lassen. Hans Pandeya, Chef des neuen Besitzers Global Gaming Factory, erklärte in einem Interview mit 'Wired', dass es wohl einige Filesharer gebe, die all die finanziellen Gespräche nicht mögen und The Pirate Bay deshalb den Rücken kehren. Künftig soll sich am Nutzungserlebnis aber nichts ändern - der Nutzer stellt eine Suchanfrage, findet ein Lied oder einen Film und lädt die Inhalte dann herunter.

Pandeya gab aber zu, dass The Pirate Bay nicht mehr für den Bezug von illegal veröffentlichten urheberrechtlich geschützten Inhalten nutzbar sein wird. Stattdessen sollen dort wahrscheinlich schon ab dem nächsten Monat anstelle von "kostenlosen" Spielen, Filmen und Musikstücken diverse kostenpflichtige Inhalte von rechtmäßigen Anbietern verfügbar gemacht werden.

Davon sollen letztlich aber auch die Nutzer von The Pirate Bay profitieren, um die es dem neuen Besitzer beim Kauf auch eigentlich ging. Global Gaming Factory will den Usern nach eigenen Angaben Geld dafür bezahlen, dass sie die Verbreitung der legalen Inhalte über die auf ihren PCs installierten BitTorrent-Programme ermöglichen.

Pandeya will so die Vorteile von Filesharing-Technologien auch für die Nutzer profitabel machen, aber dennoch nur legale Inhalte anbieten. Derzeit bleiben aber viele Details offen, darunter auch die Frage nach der Höhe der Auszahlungen an die weiterhin aktiven Nutzer. Auch Vertreter der US-Filmindustrie äußerten sich zunächst skeptisch.

Die neuen Besitzer setzen bei ihrem Vorhaben vor allem auf eine neue Version des BitTorrent-Protokolls. Diese wird derzeit von der schwedischen Firma Peerialism entwickelt. Künftige legale Downloads über The Pirate Bay sollen mit diesem so genannten Next-Generation BitTorrent-Client vertrieben werden.

Durch das verbesserte Protokoll können letztlich angeblich höhere Download-Geschwindigkeiten erreicht werden, weil der Datenaustausch vor allem mit anderen Clients erfolgt, die sich in der Nähe befinden. Dadurch wird der Download schneller und es wird gleichzeitig weniger weltweiter Traffic verursacht.

Die Nutzer von The Pirate Bay sollen bei all dem weiter in der Lage sein, auch untereinander in privatem Rahmen Daten auszutauschen. Global Gaming Factory will jedoch mit Hilfe von Filtern sicher stellen, dass keine urheberrechtlich geschützten Inhalte illegal weiterverbreitet werden. Sollte das Angebot nicht attraktiv genug sein, werden aber wohl dennoch viele Nutzer zu anderen BitTorrent-Portalen wechseln, wie auch der neue Besitzer freimütig eingestand.
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