Lücke bei Geldautomaten darf nicht gezeigt werden

Sicherheitslücken Erneut versucht ein Unternehmen, einen Forscher von der Veröffentlichung seiner Arbeitsergebnisse im Sicherheits-Bereich abzuhalten. Diesmal traf es den Informatiker Barnaby Jack von Juniper Networks. Ein Hersteller von Geldautomaten, um dessen Systeme es gehen soll, intervenierte gegen seinen geplanten Vortrag auf der Hacker-Konferenz "Black Hat". Das Unternehmen wandte sich an Jacks Arbeitgeber, der ihn schließlich aufforderte, die Präsentation auf der Veranstaltung abzusagen.

In einer Stellungnahme verlautbarte Juniper, dass man sehr wohl der Ansicht sei, dass die Erkenntnisse des Informatikers im Rahmen eines öffentlichen Forums diskutiert werden sollen. Dies helfe, Sicherheitsprobleme dieser Art zukünftig zu vermeiden.

"Der betroffene Hersteller der Geldautomaten hat sich jedoch besorgt darüber geäußert, den Fehler öffentlich zu machen, bevor er seine Systeme vollständig geschützt hat", hieß es. Unklar blieb, wie lange dieser bereits über die Sicherheitslücke informiert ist.

Um welchen Hersteller es sich handelt, teilte Jack im Vorfeld nicht mit. Er kündigte in der Einladung zum Vortrag allerdings an, live zu demonstrieren, wie die Software eines relativ neuen Geldautomaten manipuliert werden kann.

Bereits im Jahr 2005 versuchte der Netzwerkausrüster Cisco einen Vortrag über ein Sicherheitsproblem in seiner Software auf der Konferenz zu unterbinden. Auch in diesem Fall wurde der Forscher Mike Lynn über seinen Arbeitgeber Internet Security Systems (ISS) unter Druck gesetzt.

Lynn hielt den Vortrag trotzdem. Einige Stunden zuvor schickte er seine Kündigung an ISS und fragte während seiner Präsentation nach einer neuen Anstellung bei einem anderen Unternehmen. Wenig später erhielt er einen neuen Job - bei Juniper.
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