Investoren schnüren Kabelkonzern Orion die Luft ab

Wirtschaft & Firmen Der Kabelnetz-Konzern Orion steht offenbar trotz guter Erträge vor massiven Problemen. Die Investoren sollen das Unternehmen ausbluten lassen, berichtete die 'Financial Times Deutschland'. Dieser liegen Berichte vor, wonach die Tochter Tele Columbus zwar in den ersten vier Monaten dieses Jahres einen Betriebsgewinn von 49 Millionen Dollar erwirtschaftete. Allein die Zinszahlungen an Escaline, die Dachgesellschaft von Investmentbanken, der Orion gehört, belaufen sich demnach in diesem Zeitraum auf 77 Millionen Dollar.

Hinzu kommen weitere Ausgaben wie 20 Millionen Euro für Beraterhonorare. Die Management-Gehälter für verschiedene Escaline-Gesellschafter sind in dem Betrag ebenfalls noch nicht enthalten. Orion soll dadurch in eine äußerst kritische Lage gekommen sein.

So fordern Kreditgeber nach Angaben der Zeitung bereits den Rücktritt von Konzernchef Robert Fowler. Im Gegenzug würden sie die Zinsforderungen für einige Zeit aussetzen und dem Kabelnetzbetreiber etwas Luft zum Atmen geben. Ob dies allerdings das Grundproblem löst, dass die Investmentbanken sich bei den Erwartungen hinsichtlich der Wertentwicklung des Unternehmens gründlich verspekuliert haben, dürfte bezweifelt werden.
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