Minister fordert Alterskennzeichnung von Webseiten

Recht, Politik & EU Armin Laschet, Jugendminister in Nordrhein-Westfalen, hat die Einführung einer Alterskennzeichnung von Webseiten gefordert. Die Anbieter sollen dazu per Gesetz verpflichtet werden. "Das World Wide Web ist ein Hort von unzähligen manchmal unüberschaubaren Informationen und wird somit nicht selten zum World Wild Web. Nicht alles was im wilden Internetdschungel kursiert, ist für unsere Kinder geeignet. Deshalb endet der Schutz unserer Kinder längst nicht mehr an der Haustür", sagte Laschet auf dem Medienforum NRW in Köln.

Mit dem Web 2.0 und mobilen Geräten seien neue Anforderungen an den Jugendmedienschutz entstanden. "Für Eltern wird es immer schwieriger zu kontrollieren, mit wem ihre Kinder chatten, wer Zugang zu deren Daten bekommt und welche Inhalte sie im Internet aufsuchen", so der Minister.

Vor diesem Hintergrund sei es wichtig, dass Eltern schnell und zuverlässig beurteilen können, ob Inhalte im Internet für ihre Kinder geeignet sind. "Das geht nur, wenn die Inhalte eine Altersklassifikation haben. Das ist auch die Voraussetzung dafür, geeignete Filterprogramme zu nutzen, die verlässlich alle Inhalte von den Kindern fernhalten, die die Eltern für ungeeignet erachten", führte er weiter aus.

Die bisherige Strategie, Jugendschutzprogramme zu entwickeln, die eigenständig den Inhalt eines Angebots erkennen und einer Altersgruppe zuordnen können, sei fehlgeschlagen. Deshalb müsse man die Anbieter in die Pflicht zu nehmen, ihre Angebote einzu­schätzen oder von einer unabhängigen Stelle einschätzen zu lassen.

Als Vorbild für eine solche Regelung sieht Laschet das System bei Computerspielen und Kinofilmen. "Hier werden fast alle Produkte, die auf den Markt kommen zur Beurteilung vorgelegt. Für das Internet muss ein vergleich bares System entwickelt werden", forderte er.

Bedenken, dies sei nicht zumutbar oder rechtlich nicht möglich, wies der Minister zurück. "Aus meiner Sicht sollte es jedem Anbieter frei stehen, seine Angebote zuklassifizieren. Wenn er es nicht tut, aus welchen Gründen auch immer, würden seine Inhalte durch Programme herausgefiltert und Kindern nicht zugänglich gemacht." Die Entscheidung darüber, ob solche Programme genutzt werden, liege aber letztlich bei den Eltern.
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