Schaar: Viele Unternehmen überwachen Mitarbeiter

Datenschutz In den vergangenen Monaten sind immer mehr Datenskandale in Deutschland ans Licht gekommen. Der Datenschutzbeauftragte Peter Schaar hat sich nun im Gespräch mit dem 'Tagesspiegel' zu diesem Thema geäußert und kritisiert die Arbeitgeber. Schaar ist sich sicher, dass die bekannt gewordenen Fälle, in denen Mitarbeiter überwacht wurden, nur die Spitze des Eisbergs sind. "Ich vermute, die Dunkelziffer ist hoch", so Schaar gegenüber dem 'Tagesspiegel'. Dabei sei auch die Häufung der Missbrauchsfälle bei ehemaligen Staatsunternehmen auffällig.

"Mitarbeiter zu überwachen, ist eine sehr weit verbreitete Praxis. Man muss nur mal schauen, wie hoch der Absatz von so genannter Spionagesoftware ist", erklärte Schaar. Diese diene zwar dazu, die Wartung der EDV zu erleichtern, dennoch könnte man damit auch problemlos "die Computer der Mitarbeiter ausforschen".

Wirkungslos ist Schaar zufolge das Arbeitnehmerdatenschutzgesetz, an dem aktuell das Bundesarbeitsministerium arbeitet. Der Datenschutzbeauftragte ist sich sicher, dass dieses die Angestellten nicht vor der Überwachung durch ihren Arbeitgeber schützen werde. Kritik übt Schaar auch an den Sicherheitsabteilungen großer Unternehmen.

Hier vermutet er "nicht nur fachlichen Austausch" zwischen den Abteilungen. Stattdessen geht er davon aus, dass "bei der Kooperation auch personenbezogene Daten im Spiel" seien. Häufig sei dabei sogar festzustellen, dass die Unternehmen dieselben Detekteien beschäftigen.
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