Britische Regierung plant eine Breitband-Steuer

Recht, Politik & EU Die britische Regierung plant die Einführung einer Breitband-Steuer. Rund 60 Cent sollen die Nutzer von schnellen Internet-Anbindungen zukünftig monatlich an den Staat abführen. Das Geld soll später eingesetzt werden, um den Ausbau von Breitband-Netzen im ländlichen Raum voranzutreiben, teilte das Kommunikationsministerium mit. Die neue Regelung muss allerdings erst noch vom britischen Parlament beschlossen werden.

Das Ministerium argumentiert damit, dass die Investitionen der Privatwirtschaft in den Aufbau einer landesweiten Glasfaser-Infrastruktur nicht ausreichen. Überlasse man dies dem Markt allein, werden im nächsten Jahrzehnt nur maximal zwei Drittel der Briten - hauptsächlich jene in größeren Städten und Ballungszentren - die schnellere Infrastruktur nutzen können.

Daher wolle man Möglichkeiten schaffen, von Seiten des Staates in den weiteren Glasfaserausbau bis in die Dörfer investieren zu können. Dazu sollen die Breitband-Nutzer von heute schon finanziell beitragen.
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