Israel: "Koschere" Suchmaschine Koogle gestartet

Internet & Webdienste In Israel ist eine neue Suchmaschine gestartet, die speziell für stark gläubige Juden entwickelt wurde. Die Orthodoxen können mit dem Angebot künftig im Internet surfen, ohne fürchten zu müssen, ihre religiösen Pflichten zu verletzen.

Die "koschere Suchmaschine" trägt den Namen "Koogle", hat aber nach eigenen Angaben keine direkten Verbindungen zum Suchmaschinenanbieter Google. Sie soll die Vorgaben orthodoxer Rabbiner erfüllen, die den Gebrauch des Internet bisher wegen möglicherweise unpassender Inhalte verbieten.


Damit sie von streng gläubigen Juden genutzt werden kann, filtert Koogle Inhalte, die religiös bedenklich sind. Dazu gehören auch die meisten Bilder von Frauen, die von vielen Rabbinern als unpassend verstanden werden. Das Portal bietet Zugriff auf Nachrichten- und Shopping-Angebote, wobei auch hier eine Filterung nach religiösen Gesichtspunkten stattfindet.

Unter anderem wird dabei auch der Feiertag Sabbat berücksichtigt, an dem Juden weder Arbeiten noch Einkaufen dürfen. Versucht man am Sabbat etwas über Koogle zu kaufen, wird dies automatisch verweigert. Das Angebot wurde aufgrund von Anregungen orthodoxer Rabbiner entwickelt, die ihren Gemeinden die Nutzung des Internets für Gesundheitsservices und andere Dienstleistungen ermöglichen wollen.
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epic fail
 
@-adrian-: Die Personen, die die Zielgruppe dieser Suchmaschine sein werden, wollen von sich aus keinen Kontakt mit dem Internet, weil sie um die Reinheit ihres Glaubens fürchten. Das hat aber sowas von gar nichts mit "epic fail" zu tun. Die orthodoxen Rabbiner wollen die Vorteile des Internets den streng Gläubigen näher bringen, die ohne diese Filter vielleicht niemals den Weg ins Internet gehen würden.
 
@KleinerMann: Jemand der sich seines Glaubens sicher ist muss sich doch nicht vor den "Versuchungen" des Internets fürchten. Wenn man am Sabatt nichts kaufen darf, dann kauft man dann eben nichts. Allein der Umstand das eine solche Sperrung notwendig ist sollte an der Reinheit des Glaubens schon zweifeln lassen.
 
@master_jazz: Grundsätzlich gebe ich Dir Recht. Ich denke aber, solange alles freiwillig ist (Nutzung von Koogle) und andere Angebote zur freien Auswahl bleiben, laß sie doch machen wenn sie es so wollen.
 
@master_jazz: In der Welt der Software nennt sich solch eine "Sperrung des Sabatts" übrigens Feature. Es ist wahrscheinlich nur eine Funktion, die auf der großen Liste der Vorteile vom orthodoxen Rabbiner den Gemeindemitgliedern präsentiert wird.


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