 Die Wettbewerbshüter der EU haben auf Microsofts Pläne reagiert, das neue Betriebssystem Windows 7 in Europa in einer Variante ohne den sonst mitgelieferten Browser Internet Explorer 8 anzubieten. Offenbar ist man noch skeptisch, was die Umsetzung angeht.
Während die angedachte Installation eines Browsers durch den Hersteller eines PCs bei der Vorinstallation des Betriebssystems durchaus ein gangbarer Weg scheint, könnte der Verzicht auf einen Browser bei den für den Einzelhandel bestimmten Varianten von Windows 7 problematisch sein, so die EU in einer Stellungnahme.
Offenbar habe sich Microsoft entschieden, den Kunden keine Möglichkeit zur Wahl eines Browsers bei der Installation zu geben und ganz auf den Internet Explorer zu verzichten. Dies beschränke die Wahlmöglichkeiten der Kunden allerdings stark und wird deshalb von der EU nicht als Lösung des Problems angesehen.
Retail-Verkäufe machen jedoch nur weniger als fünf Prozent der gesamten Verkaufszahlen von Windows aus. Bei der Vorinstallation auf neuen Computern sieht die EU hingegen durchaus positives Potenzial. Microsoft will hier die Hersteller entscheiden lassen, ob ein Browser vorinstalliert wird und welchen man den Kunden anbieten will. Auch eine Installation mehrerer Browser soll dabei möglich sein.
WinFuture Special: Windows 7
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