 Was bei einigen Leuten für Kopfschmerzen sorgt, lädt in Nokias Forschungsabteilung den Handy-Akku: Elektrosmog. Im Nokia Research Center wird an einer Technologie gearbeitet, mit deren Hilfe Radiostrahlung aus der Umwelt in Strom umgewandelt wird.
Die Radiowellen stammen von WLANs, Mobilfunkantennen, TV-Sendern und vielen anderen Quellen. Bereits jetzt existiert ein Prototyp, der eine Stromleistung von 50 Milliwatt erzeugen kann. Zwar dauert das vollständige Aufladen eines Handy-Akkus damit sehr lange, doch für einen unbegrenzten Standby-Betrieb reicht die Leistung aus.
Markku Rouvala aus dem Nokia Research Center erklärte gegenüber ' Technology Review', dass man sein Handy damit nahezu unbegrenzt im Standby-Modus halten kann. Das Prinzip, welches die Forscher nutzen, ist schon lange bekannt, beispielsweise von Kristalldetektoren und RFID-Etiketten.
Dabei wird das Magnetfeld der Radiowellen genutzt, um Elektronen in der Antennenspule des Handys oszillieren zu lassen. Es entsteht ein schwacher Induktionswechselstrom, der in Gleichstrom umgewandelt werden kann. Die dafür benötigte Schaltung muss so aufgebaut werden, dass sie nicht mehr Energie verbraucht, als eigentlich empfangen wird.
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