Regierung: Sichereres Internet für Heranwachsende

Recht, Politik & EU Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Gerd Hoofe, Staatssekretär im Bundesfamilienministerium gaben heute in Berlin den Startschuss für die Jugendkampagne "Watch your web". Diese soll der Stärkung der Netzkompetenz von Jugendlichen dienen. Es ist die erste bundesweite Internetkampagne zur Förderung des verantwortungsvollen Umgangs mit persönlichen Daten im Netz.

"Das Internet ist der Schulhof des 21. Jahrhunderts: Es gibt jede Menge Tratsch, Flirts und Reibereien - nur dass die ganze Welt dabei zuschauen kann. Den meisten Jugendlichen ist aber nicht bewusst, dass sie sich hier nicht nur mit Freunden austauschen", sagte Aigner.

"Viele Jugendliche nutzen begeistert die Möglichkeiten des Internets. Sie sind in Chats und Blogs aktiv, stellen Filme und Fotos von sich ins Netz. Die Wenigsten sind sich des Risikos bewusst, das sie dabei eingehen. Denn persönliche Daten, die einmal im Netz stehen, verbreiten sich blitzschnell und sind kaum mehr zurückzuholen. Die Initiative 'Watch your web' sensibilisiert spielerisch für die Gefahren und zeigt, wie man klug mit persönlichen Daten im Netz umgeht", so Hoofe.

Die Initiative will Jugendliche informieren, wie sie Risiken vermeiden und sich und ihre Daten schützen können. 84 Prozent der 12- bis 19-Jährigen beteiligen sich am so genannten Web 2.0, indem sie selbst Inhalte ins Netz stellen. Auf der Kapagnenseite gibt es nun praktische Tipps, wie sie ihre Datensicherheit selbst aktiv verbessern können.

Für eine spielerische Auseinandersetzung mit den Inhalten bietet die Seite einen "Webtest", mit dem Nutzer ausprobieren können, ob sie bereits sicher surfen. "Hilfe vor Ort" verweist auf Partner der Kampagne, an die sich Jugendliche bei Problemen und Fragen wenden können.

Vier Filmspots sollen die Kernbotschaften der Jugendkampagne vermitteln: "Das Internet vergisst nichts", "Was einmal im Internet steht, kann sich schnell verbreiten", "Virtuelles ist real" und "Im Internet ist man nicht immer ungestört".

Vermittelt werden soll, dass im Internet nichts privat bleibt. "Wer im Internet jemandem ein Geheimnis anvertraut, kann es gleich ans Schwarze Brett der Schule hängen", sagte Aigner. Dies gilt auch für diffamierende Bilder oder Äußerungen über andere bis hin zu Cyber-Mobbing.

25 Prozent der Jugendlichen, die sich viel in einem sozialen Netzwerk bewegen, haben nach der JIM-Studie schon einmal erlebt, dass jemand im Bekanntenkreis in einem Netzwerk "fertig gemacht wurde". "Wer im Internet über andere lästert, tut dies nicht im privaten Hobbyraum, sondern schreit es in die Welt hinaus. Daher ist mir der respektvolle Umgang mit Bildern oder Aussagen über andere ein ganz besonderes persönliches Anliegen", so Aigner weiter.

Die Jugendkampagne wird von den größten deutschen sozialen Netzwerken SchülerVZ, Wer-kennt-wen und Lokalisten unterstützt. So sollen die Jugendlichen dort abgeholt werden, wo sie sich aufhalten. Zusätzlich stellen die Medienpartner MTV und Telekom ihre Kommunikationskanäle zur Verfügung.
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