Kriminalbeamte wollen virtuelle Notrufsäule im Netz

Recht, Politik & EU Der Bund Deutscher Kriminalbeamter (BDK) will eine virtuelle Notrufsäule für Internet-Nutzer einführen. Das geht aus einem Bericht der 'Neuen Osnabrücker Zeitung' hervor.

Wie Verband-Chef Klaus Jansen gegenüber der Zeitung ausführte, habe man der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen ein fertiges Konzept für die Verbesserung der Sicherheit im Internet vorgelegt. Neben einer zentralen Notrufstelle sieht dieses auch eine Aufklärungskampagne vor.


Die virtuelle Notrufsäule soll in Form einer speziellen Software daherkommen, die Anwender auf ihrem Rechner installieren können. Über das Programm lassen sich auffällige Inhalte oder auch strafrechtlich relevante Äußerungen in Chats protokollieren und an eine Clearingstelle übermitteln. Diese übernimmt dann die Auswertung und leitet die Fälle gegebenenfalls an die zuständigen Behörden weiter.

Die dazugehörende Aufklärungskampagne "Der 8. Sinn im Netz" soll breit angelegt sein und verschiedene Fragen der Sicherheit im Internet behandeln. Sie sei ebenso wie die virtuelle Notrufsäule ausgereift genug, um sofort gestartet zu werden, hieß es.

"Angesichts dramatisch wachsender Kriminalität im Internet muss das Modell noch vor der Bundestagswahl umgesetzt werden", forderte Jansen in der Zeitung. Das Konzept soll morgen in Hannover der Öffentlichkeit präsentiert werden.
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Ein quasi öffentlicher Trojaner.
 
@Sehr-Gut: dachte ich mir auch jetzt wissen wir endlich wie der Bundestrojaner auf die Rechner kommt :-)
 
[re:2] DIZA am 09.06.09 09:49 Uhr
(+1
@Sehr-Gut: Ist bestimmt auch etwas für die notorischen Minusklicker die sich dann halt über alles und jeden im Netz hermachen können und den Jungs sicherlich ne Menge sche... zur Kontrolle zukommen lassen
 
@DIZA: Si ombre, irgendwer muss doch Arbeitsplätze schaffen. :-)
 
Oh Gott.... Meine armen Steuergelder sollen schon wieder für eine Kampagne geschröpft werden, die am Ende eh keinen großartigen Nutzen hat... Und wofür das alles? Für eine weitere Wahlkampfente......... Wenn etwas wirklich strafrechtlich relevantes im Netz passiert, kann man das genau so gut auch auf normalem Weg an die Behörden melden. Da geht das dann wenigstens auch noch anonym, was ja im Internet schon lange nicht mehr gegeben ist. Jedenfalls nicht einer Behörde gegenüber.


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