Datenschützer geht gegen Google Street View vor

Recht, Politik & EU Der Hamburger Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar will wegen der Street View-Aufnahmen rechtliche Schritte gegen den Suchmaschinenbetreiber Google einleiten.

Die Weigerung Googles, die im Rahmen der Kamerafahrten erhobenen Rohdaten zu einem bestimmten Termin endgültig unkenntlich zu machen, seien gestern zwischen dem Datenschutzbeauftragten, Produktmanagern aus Kalifornien und deutschen Vertretern von Google erörtert worden. Die technische Argumentation von Google konnte allerdings nicht überzeugen, hieß es.


Google lehne es bislang ab, die Unkenntlichmachung von Gesichtern und Kfz-Kennzeichen und die Berücksichtigung von Widersprüchen Betroffener auch auf die Rohdaten zu erstrecken. Diese Weigerung wird mit der Verbesserung der Technologie zur Verpixelung begründet.

Dass die Argumentation Googles vom technischen Standpunkt aus nicht nachvollziehbar sei, bestätigen nunmehr sowohl der zuständige IT-Experte der Hamburger Datenschutz-Stelle als auch ein herbeigezogener Experte aus dem Unabhängigen Landeszentrum für Datenschutz in Kiel. Unterstützung in dieser Frage komme auch vom Bundesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit, Peter Schaar.

"Der wirksame Schutz der personenbezogenen Daten macht es erforderlich, dass die Kamerafahrten ohne Zusage einer kurzfristigen Löschung nicht mehr fortgeführt werden. Gerade vor dem Hintergrund, dass sich die Rohdaten in den USA befinden, kann nicht ausgeschlossen werden, dass sie künftig auch zu anderen als den vorgesehenen Zwecken Verwendung finden", erklärte Caspar.

"Ich sehe allerdings juristisch keine Möglichkeit, die Fahrten selbst unmittelbar zu verbieten. Denn direkte Eingriffsmöglichkeiten sieht das limitierte Instrumentarium des Bundesdatenschutzgesetzes, das ursprünglich aus den 1970er Jahren stammt, nicht vor. Wir haben als Aufsichtsbehörde nur die Möglichkeit, eine Löschungsanordnung zu erlassen. Diese wird gegenwärtig vorbereitet", führte er weiter aus.

Die straßen- und ordnungsrechtlich zuständigen Landesbehörden hätten darüber hinaus eigenständig zu prüfen, ob zur Sicherung des informationellen Selbstbestimmungsrechts ihrer Bürger die rechtswidrigen Kamerafahrten künftig untersagt werden müssten.

Allerdings ließ der gestrige Verlauf der Verhandlungen auch noch Raum für eine einvernehmliche Lösung. "Sollte Google in Kürze die Löschung von Rohdaten zusagen, gegen deren Erhebung Widersprüche Betroffener vorliegen und darüber hinaus die Datensicherheit für die verbleibenden Rohdaten dokumentieren, wäre zumindest sichergestellt, dass die in besonderem Maße persönlichkeitsrelevanten Daten vernichtet werden", so Caspar weiter. In diesem Fall sei man zu weiteren Gesprächen bereit.
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Finde Ich richtig so... Und JA, es ist was anderes, ob jemand an meinem Haus vorbei läuft und es sieht, oder ob irgendjemand übers Internet dieses auf Bildern sieht... Nach sowas zu suchen ist ja schon Stalking...
 
@DasFragezeichen: und JA -es geht JA gar nicht darum ob jemand dein gammeliges haus vom i-net aus anglotzen kann oder nicht (das wird man auch weiterhin können/dürfen) - sondern lediglich nur darum das KFZ-kennzeichen und zufällig aufgenommene gesichter unkenntlich gemacht werden sollen/müssen!
 
aber mal was anderes. das ist übrigens der gleiche CASPER der sich schon "so erfolgreich" für die rechte der tiere eingesetzt hat bzw. eine studie zum thema vorgelegt hat - UND MIT WELCHEN ERGEBNISSEN? (man vergleiche damalige ansprüche/erkenntnisse und heutige wirklichkeiten!!!) [ http://tinyurl.com/ptkggz ] - - - - - tja, wer nix zustande bringt lässt sich halt zum datenschützer wählen mit dem anspruch: (achtung O-TON! pisst also nicht mir ans bein) "Ich sehe allerdings juristisch keine Möglichkeit, die Fahrten selbst unmittelbar zu verbieten. Denn direkte Eingriffsmöglichkeiten sieht das limitierte Instrumentarium des Bundesdatenschutzgesetzes, das ursprünglich aus den 1970er Jahren stammt, nicht vor." ALSO ist wieder mal ein NULL KOMMA NIX ergebnis zu erwarten!- - - - - zumindest hat ers aber gleich gesagt! na denne is' ja ma wider alles jut, odä? hooptsache det mid de pengsionskasse stimmet am die ende! :-)
 
@DasFragezeichen: Sehe ich genauso. Verdammt wer denkt sich so eine sche*ße überhaupt aus? Braucht kein Mensch den Dreck. Letztens ist an mir auch so ein Wagen vorbeigefahren. Wenn da auch nur ansatzweise etwas von mir zu erkennen ist, dann schalte ich meinen Anwalt auch ein, also soweit kommts noch. Aber mal ehrlich welchen Nutzen hat das ganze? KEINEN. Ich glaube die Jungs wollen eine navi lösung entwickeln. grml
 
@königflamer: Junge, du ahnst gar nicht was man alles damit machen kann. Es ist schon traurig, das die Regierung seine Bürger vor diesen Päderasten nicht schützen kann.


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