Personalabsprachen: Justiz vs. Microsoft, Intel & Co.

Wirtschaft & Firmen Das US-Justizministerium nimmt die Personalvereinbarungen zwischen mehreren großen IT-Unternehmen unter die Lupe. Zu ihnen gehören Microsoft, Intel, Google und Apple.

Die Ermittlungen sollen zeigen, ob die Unternehmen mit Vereinbarungen, sich gegenseitig bestimmte Mitarbeiter nicht aktiv abzuwerben, gegen das Wettbewerbsrecht verstoßen haben. Das berichtet die US-Tageszeitung 'New York Times' unter Berufung auf informierte Kreise.


Das Justizministerium hat demnach Informationen von den verschiedenen Firmen angefordert. Das soll aber nicht heißen, dass bereits ein konkreter Verdacht gegen eines der Unternehmen besteht. Weitere Details sind bisher kaum bekannt, da die Ermittlungen vorerst nicht öffentlich erfolgen.

Ähnlich wie bei Preisabsprachen untersagt das Wettbewerbsrecht es auch, dass Unternehmen untereinander vereinbaren, sich gegenseitig keine Mitarbeiter abzuwerben oder dass bestimmte Gehaltsstrukturen festgelegt werden. Letztmalig wurde ein solcher Fall publik, als einige Geologen und Ingenieure aus der Öl-Branche den Konzern Exxon wegen solcher Absprachen verklagten.
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Ich frage mich was das das Justuiz Ministerium angeht solange keine Straftat vorliegt, oder können die jetzt schon nur weil sie gerade nichts wichtigeres zu tuen haben jede größere Firma unter die lupe nehmen???
 
@303jayson: Ich frage mich was du für eine Ahnung von der Gesetzeslage haben willst, daß du weisst ob es eine Straftat ist oder nicht? Jede Firma die Quasimonopole hat steht unter besonderer Beobachtung.
 
@knuprecht: Recht gilt für alle gleich. Mächtige Firmen bekommen keine Extra-Gesetze. Wenn eine Firma gegen ein Gesetz verstößt oder zumindest ein begründeter Verdacht vorliegt, so werden Ermittlungen eingeleitet. Das ist bei kleinen wie bei großen Firmen gleich. Aufgrund waager Vermutungen wird aber gar nichts passieren. Eine Firma wird nicht grundlos unter die Lupe genommen. Ob letztendlich aber eine Straftat vorliegt, müssen die Ermittlungen ergeben.
 
@Timurlenk: Erstmal ist es kein Strafverfahren, sondern ein Kartellverfahren, und in Kartellverfahren geht es ja gerade um die großen Firmen, die Monopolisten.
 
Ich frag mich wie solche Absprachen bewiesen werden. Schreiben die Firmen das etwa auf Papier und heften es dann in einem Ordner ab der in einem normalen Schrank im Büro steht? Wenn ich solche illegalen Absprachen treffen würde, dann doch so das es keiner rausbekommen kann. Ein Vertrag auf Papier ist da IMHO sowieso albern. Man kann ja bei Verstößen gegen den Vertrag schlecht zum Gericht rennen und die andere Firma anzeigen. Ich würd mich in irgendeinem Restaurant mit dem Chef der anderen Firma treffen und die Sache mündlich absprechen.


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