Breitband: Kabelbetreiber setzen Markt unter Druck

Breitband Der deutsche Breitbandmarkt bleibt auf Wachstumskurs. Im ersten Quartal 2009 wuchs der Markt um 778.000 neue Kunden, noch einmal deutlich mehr als im traditionell starken Weihnachtsgeschäft.

Von dem Wachstumsschub profitieren vor allem die Marktführer Deutsche Telekom, Vodafone/Arcor sowie die Kabelnetzbetreiber. Das geht aus einer Erhebung der Unternehmensberatung Solon Management Consulting hervor. Solon-Geschäftsführer Jens Waltermann sieht dabei im angekündigten Kauf des DSL-Geschäfts von Freenet durch den Internetdienstleister United Internet erst den Anfang einer Konsolidierung auf dem Breitbandmarkt.


"Das starke Wachstum der Kabelnetzbetreiber und der Deutschen Telekom setzt die übrigen DSL-Anbieter unter Zugzwang - United Internet hat mit dem Kauf der Freenet DSL-Kunden als Erster reagiert", sagte er. Die Kabelnetzbetreiber haben bereits 8% Marktanteil und bauen diesen mit einer Zuwachsrate bei den Privatkunden von 77% binnen der letzten zwölf Monate schnell aus.

Freenet musste im gleichen Zeitraum einen starken Rückgang der Kundenbasis um 24% in Kauf nehmen. Auch bei Alice/Hansenet sind die Kundenzahlen rückläufig und United Internet weist nur ein geringes Wachstum von 4% auf.

Insgesamt wuchs der Breitbandmarkt im ersten Quartal 2009 um 778.000 neue Kunden auf über 23 Millionen angeschlossene Haushalte und übertraf damit das traditionell starke vierte Quartal (plus 662.000 Kunden). "Das Wachstum wird auch im Verlauf des Jahres der Rezession trotzen. Der Breitbandmarkt geht in eine Art Endspurt um Kunden und Marktanteile", so Waltermann.

"Deutschland holt dabei gegenüber anderen Ländern in der Infrastrukturversorgung mit schnellen Internetzugängen auf. Allerdings ist das Wachstum ungleich auf die Wettbewerber verteilt", sagte er weiter. Solon sieht weiterhin die Kabelnetzbetreiber als Herausforderer. "Beim anhaltend starken Wachstum der Kabelbranche zeigen sich Kosten- und Bandbreitenvorteile des Kabels", so Waltermann.

"Für die alternativen DSL-Anbieter ist die Kundengewinnung so teuer und die Kosten der von der Telekom kontrollierten 'letzten Meile' (TAL) im Verhältnis zum Umsatz pro Kunde so hoch, dass sich viele Anbieter aus dem Rennen um Neukunden weitgehend zurückgezogen haben", erklärte der Solon-Chef. Allein Vodafone/Arcor widersetze sich derzeit erfolgreich dem Druck der Deutschen Telekom und der Kabelnetzbetreiber auf alle Anbieter ohne eigene letzte Meile.
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Ich weiß ja nicht welche Kabelbetreiber das sein sollen, aber ich find das einfach überteuert. Als Beispiel: in Halle hätte ich gern DSL 6000 ohne Telekom, das gibt es bei 1und1 für 20 € im Monat, leider ist es aufgrund von Glasfaser nicht schaltbar. UMTS ist leider krückenlahm (50 kbyte/s), kostet bei O2 aber auch nur 20 €. Also werde ich wohl einen Kabelanschluss brauchen, dieser kostet als Grundgebühr 15 € im Monat, damit kann ich analog TV schauen.... Breitbandanschluss mit 6000 kbit/s kostet nochmals 19,90€, zusammen also knapp 35 € für Internet mit schlechtem TV Empfang. Dabei ist noch nicht mal eine Telefonflat drin oder ein vernünftiges TV Paket. Möchte man nun auch noch digital TV schauen kostet es nochmals 5 € mehr. Ich bin der meinung das "normales" DSL günstiger ist, natürlich gibt es da keine Geschwindigkeiten von 35Mbits, aber das braucht auch kaum jemand und das Preis/Leistungsverhältnis ist besser. Zumindest in Halle...
 
@tavoc: 30mbit mit Telefonflat 29,90 EUR + Kabel Digital 9,90 EUR ist wohl kaum zu teuer. Ich weiss nicht wo du da geschaut hast.
 
@tavoc: als beispiel: unity media, 25€ für digitales fernsehn, 20 mbit internet und teleonflat, da kann kein "normaler" anbieter mithalten.
 
@tavoc: unitymedia zum beispiel. ich zahle 25 euro im monat für eine 20k leitung Telefon flat ins festnetz und digital tv, bei unserem alten kabelbetreiber hab ich für standard tv 25 programme, die hälfte nicht guckbar und ohne irgendwelche extras schon 18 euro bezahlt, dann kam noch inet und telefon mit 40 euro dazu. also ich hab gespart
 
@Turel: In Halle kann ich nicht direkt Kabel Digital/ Unity Media buchen. Ich muss erstmal bei einem lokalen Anbieter (S und K) den Kabelzugang schalten lassen (15 € montalich). Dann kann ich bei telekolumbus Internet dazubuchen, 6000 kbit/s für 19,90 monatlich. Und das finde ich teuer. Mir wurde gesagt das es nur so geht an meinem Wohnort in der Innenstadt/Zentrum an Breitbandinternet zu kommen, da DSL/Umts nicht geht. Und Kabel halt nur über diese komischen Anbieter. Wäre zwar schön wenn mich jemand vom Gegenteil überzeugen könnte, aber ich hab mich eigentlich recht viel informiert, da ich die Preise nicht glauben konnte.


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