Analyse: AMD liegt ein gutes Jahr hinter Intel zurück

Wirtschaft & Firmen Der Chiphersteller AMD wird sich lange nicht von seiner aktuellen Krise erholen können. Dieser Einschätzung ist der ehemalige Leiter der Microprocessor Research Labs bei Intel, Fred Pollack. Auf der Primary Global Research Technology-Konferenz zeichnete er gestern ein Bild der Prozessor-Branche, nach dem sein ehemaliger Arbeitgeber, dem er bis 2001 angehörte, seine Dominanz am Markt weiter stärken kann. AMD werde hingegen noch einige Zeit mit großen Probleme zu kämpfen haben, erklärte er.

"Traditionell haben sie bei AMD immer dann profitabel gearbeitet, wenn sie Intel bei CPUs etwas voraus hatten. Das ist aber derzeit nicht der Fall", so Pollack. So liege das Unternehmen bei der Entwicklung von CPU-Architekturen ein gutes Jahr hinter dem größeren Konkurrenten zurück, bei dem bevorstehenden Wechsel auf 32-Nanometer-Fertigungsprozesse sei es sogar mehr als ein Jahr.

Eine gute Position habe AMD derzeit noch bei Grafikchips. Aber auch hier zieht Intel bereits als drohender Schatten auf. Pollack geht davon aus, dass sich der Weltmarktführer auch in diesem Bereich konsequent an die Spitze setzen wird, wenn in größerem Umfang GPUs direkt in die Prozessoren integriert werden. Sowohl AMD als auch Nvidia werden 2010 und 2011 deutlich Marktanteile an den Konkurrenten verlieren, so die Prognose Pollacks.

Dabei habe AMD sogar noch das Beste aus der Entwicklung der letzten Jahre gemacht. Nach Pollacks Einschätzung hat die Auslagerung der Produktionsanlagen in das eigenständige Unternehmen GlobalFoundries AMD das Leben gerettet. "Trotzdem sehe ich sie nicht so bald in die Gewinnzone zurückkehren", sagte er.
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