Intel kündigt Berufungsklage gegen EU-Urteil an

Recht, Politik & EU Der Chiphersteller Intel will das Urteil der EU-Kommission, das ihm eine Rekordstrafe auferlegt, nicht ohne Widerstand hinnehmen. Man wolle gegen die Entscheidung klagen, teilte das Unternehmen mit.

1,06 Milliarden Euro soll Intel wegen Verstößen gegen das EU-Wettbewerbsrecht zahlen. Laut Konzernchef Paul Otellini ignorierte die EU-Kommission allerdings, wie stark der Konkurrenzkampf auf dem Prozessormarkt wirklich ist. Ein Schaden für den Endkunden sei durch die Geschäftspraktiken des Unternehmens nicht entstanden.


"Intel hat niemals Produkte unter ihren Herstellungskosten verkauft. Wir haben statt dessen kontinuierlich in Innovationen, Produktionsanlagen und die Entwicklung führender Technologien investiert", so Otellini. Dies sei die wahre Grundlage des Erfolges.

Es sei ganz natürlich, dass es in einem stark ausgeprägten Konkurrenzkampf zwischen nur zwei großen Anbietern, ein Hersteller gewinnt und der andere dann eben nicht, führte der Intel-Chef weiter aus. "Die vorliegenden Beweise zeigen lediglich, dass der Markt es zurückzahlt, wenn ein Unternehmen gut läuft."
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Zuerst machen sie illegale Sachen und dann wird nicht mal dazu gestanden. Finds ne Unverschämtheit von den Intel-Managern...
 
"Ein Schaden für den Endkunden sei durch die Geschäftspraktiken des Unternehmens nicht entstanden." da hat einer wohl denn Sinn des Kartelamts nicht verstanden. Viele Kunden wissen nicht mal was Intel oder AMD sind... die kaufen sich einen Rechner weil Sie eine brauchen... gut es gibt uns denen das nicht regal ist... AMD FTW
 
@lilalilifee: Mit Sicherheit, ob jemals Geld fließt steht in den Sternen. Dem Statement des Konzernchefs kann man nichts hinzufügen. Der ewig hinterher laufende Zweite AMD hat es außer in Dumpingpreisen nur zum zweiten Sieger geschafft.
 
@franz0501: Doch es wird Geld fliesen.Ich zitiere:"Intel wird beim EU-Gericht erster Instanz gegen die Entscheidung der Kommission klagen. Das Verfahren wird mindestens zwei Jahre dauern. Die Klage hat keine aufschiebende Wirkung. Intel muss die Strafe daher zahlen. Das Geld ruht bis zum Urteil des EU-Gerichts auf einem gesperrten Konto. Dann fließt es - sofern die Richter die Strafe nicht aufheben oder schmälern - in das EU-Budget und reduziert die kommenden Beiträge der Mitgliedstaaten. Die Kommission hätte die Strafe noch höher ansetzen dürfen."


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