DNS soll sicherer werden: DNSSEC-Testlauf startet

Sicherheitslücken Eine neue Sicherheitserweiterung im Domain Name System (DNS) soll zukünftig verhindern, dass Angreifer einen Nutzer auf betrügerische Webseiten umleiten können. Der Registrator für .de-Domains DENIC, der Provider-Branchenverband Eco und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) starten dazu eine gemeinsame Initiative. Innerhalb einer von der DENIC bereitgestellten Testumgebung werden in der nächsten Zeit operative und technische Erfahrungen mit DNSSEC, teilten die Partner mit.

"Das Verfahren birgt große Chancen, erfordert aber umfangreiche Veränderungen auf allen Ebenen des Domain Name Systems", sagte Harald A. Summa, Geschäftsführer des Eco. "Es ist daher wichtig zu wissen, ob es sicher und zuverlässig funktioniert, bevor man es großflächig einführt."

Durch den Test sollen mögliche Risiken im Betrieb von DNSSEC frühzeitig ausgeschlossen werden, ergänzte Sabine Dolderer, Chefin der DENIC. Die Sicherheitserweiterung wird hierzu in einer produktionsnahen Umgebung getestet, um Schwachstellen und Probleme zu identifizieren und Lösungen zu finden.

"Wir halten die Einführung von DNSSEC auch im internationalen Rahmen für einen unverzichtbaren Bestandteil zur Sicherheit des Internets. Daher wird bei einem positiven Abschluss der notwendigen Tests DNSSEC für Netze der öffentlichen Verwaltung in Deutschland eingeführt werden, kündigte Hartmut Isselhorst, zuständiger Abteilungsleiter des BSI, an.
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