Microsoft-Experte kritisiert stille Updates bei Chrome

Microsoft Ein ranghoher Sicherheitsexperte Von Microsoft hat Google wegen seiner Praxis, den Browser Chrome ohne das Zutun der Anwender stets automatisch auf dem neuesten Stand zu halten, massiv kritisiert. Bei Microsofts Produkten sei so etwas undenkbar. Roger Halbheer, Chief Security Advisor von Microsoft EMEA zeigte sich in seinem Weblog höchst erstaunt darüber, dass Google für seine ungefragten Aktualisierungen gelobt werde, während Microsoft ständig kritisiert wird, wenn das Unternehmen Updates mit einem automatischen Prozess einspielen lässt.

Halbheer verwies auf zahlreiche Presseberichte, in denen Google für die vom Nutzer kaum zu verhindernde automatische Installation von Chrome-Updates gelobt wurde. Seiner Meinung nach wird der Browser des Suchmaschinenanbieters mit unberechtigten Lorbeeren bedacht.

So sei die Beta des Browsers von zahlreichen schwerwiegenden Schwachstellen betroffen gewesen, die von Google mit dem Kommentar, dass es sich lediglich um eine Beta handele, erklärt wurden. Bei Microsoft wäre ein derartiges Verhalten von der Presse zerrissen worden, so Halbheers Kritik.

Gleiches gelte auch im Falle der inzwischen entfernten fragwürdigen Passagen der Nutzungsbedingungen und einige weitere Faktoren, so Halbheer in seinem Weblog. Gerade beim "Silent Patching" zeige sich aber, dass Google offenbar von der Presse und den Kunden einen Freifahrtschein erhalten habe.

Als Beispiel nannte Halbheer die kürzlich durchgeführte Aktualisierung des Windows Update Clients. Als Microsoft diesen ohne viel Aufsehen aktualisierte, gab es einen Aufschrei in der Presse und unter den Anwendern, dass es nicht zu akzeptieren sei, wenn Microsoft ungefragt Änderungen vornehme. Der Konzern reagierte und schuf die Möglichkeit, die automatische Aktualisierung abzuschalten.

Bei Google Chrome hingegen werde die heimliche Schließung von Sicherheitslücken nun auch noch als bestmögliche Praxis gefeiert, auch wenn sich dies noch nicht einmal abschalten lässt, so Halbheer weiter. Für ihn stellt sich nun die Frage, warum Presse und Kunden in Sachen Sicherheitspolitik ihre Meinungen eher am Namen eines Unternehmens festmachen, als an dessen Handlungen.
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