HPI: Informatik-Professor verteidigt Netzsperren

Recht, Politik & EU Der Direktor des Hasso-Plattner-Instituts (HPI), Christoph Meinel, hat die von der Bundesregierung geplante Einführung von Sperrsystemen gegen Kinderporno-Seiten verteidigt. Zwar hätten praktisch alle technischen Verfahren zur Sperrung solcher Internetseiten Schwachstellen, doch werde zumindest die Schwelle für den Zugang deutlich erhöht, sagte der Professor für Internet-Technologien und -Systeme in einer Stellungnahme.

"Interessanterweise hat bei gedruckten Medien die Öffentlichkeit längst akzeptiert, dass Strafbares dort nicht veröffentlicht werden darf und versteht das nicht als Angriff auf die Meinungsfreiheit. Wir müssen lernen, dass dies auch für das noch sehr junge Medium Internet zu gelten hat", sagte Meinel.

Der Informatiker kritisierte Aussagen, dass die Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet das Grundrecht auf Informationsfreiheit gefährde. Dies schüre seiner Ansicht nach gleichzeitig "irrationale Ängste", dass Websperren Stück für Stück auf weitere Inhalte im Internet ausgedehnt würden.

Kritiker der Sperr-Systeme hatten immer wieder darauf hingewiesen, dass es bei geheimen Sperrlisten nicht möglich sei, zu kontrollieren, ob wirklich nur kinderpornographische Inhalte gefiltert werden. Nachdem verschiedene Listen aus anderen Ländern an die Öffentlichkeit kamen, hatte sich gezeigt, dass diese durchaus auch anderen Content - von herkömmlicher Pornographie bis hin zu politisch missliebigen Angeboten - blockierten.
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