EU: Microsoft soll zu Browserstreit Stellung nehmen

Microsoft Die Wettbewerbshüter der Europäischen Union haben für Anfang Juni eine Anhörung für Microsoft anberaumt, bei der das Unternehmen mündlich auf die Vorwürfe der EU-Kommission antworten kann.

Die EU wirft Microsoft in einem neuen Wettbewerbsverfahren vor, mit der Bündelung des Internet Explorer und seinem Betriebssystem Windows die Konkurrenz aus dem Markt drängen zu wollen. Die Vorwürfe gehen unter anderem auf Proteste der Browser-Hersteller Opera und Google zurück.

Microsoft hatte der EU Ende April in einer Stellungnahme widersprochen und die Vorwürfe zurück gewiesen. Angeblich versuchen die Redmonder auf illegale Weise ihren Browser vor dem Wettbewerb mit den Produken von anderen Anbietern wie Mozilla, Opera und Google zu schützen, indem er in Verbindung mit Windows vertrieben wird.


Die Kunden haben daher angeblich keine Wahlmöglichkeit, was wiederum den Wettbewerb verzerren soll. Außerdem werden angeblich Innovationen verhindert. Microsoft geht davon aus, dass die EU das Unternehmen dazu zwingen will, entweder den Hardware-Partnern die Wahl des Browsers zu überlassen oder die alternativen Browser der Konkurrenz mit auszuliefern.

Die nun für den 3. bis 5. Juni 2009 angesetzte mündliche Anhörung soll Microsoft die Möglichkeit geben, seine Einwände gegen die Vorwürfe noch einmal deutlich zu machen. Die Anhörung findet unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Microsoft hatte erst im Februar eine neue Strafe zahlen müssen.

Damals hatte die EU-Kommission eine Geldstrafe in Höhe von 899 Millionen Euro verhängt, weil Microsoft angeblich versucht, durch überhöhte Preise gegen Konkurrenten vorzugehen und nicht die Auflagen aus früheren Wettbewerbsverfahren erfüllt.
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Als Sprecher bei Mircosoft würd ich meinen: Das Betriebssystem wird anfänglich mit dem IE ausgeliefert, aber der User hat das Recht, Browser und andere Applikationen von 3-Herstellern zu installieren und zu nutzen. Daher ist es keine Wettbewerbsverzerrung, da man die Konkurrenzbrowser doch jederzeit im Internet bei diesen Firmen bekommen kann. Da Windows ein Produkt von Microsoft ist, braucht man auch nur die eigenen Applikationen und Programme unterstützen.
 
@DARK-THREAT: Da kann ich dir nur zustimmen. Wenn der IE nicht dabei ist, wie dann ein anderen Browser herunterladen? Weiterhin nutzen weitere Programme wie zb. Napster den IE im Hintergrund, ohne dass der Nutzer groß etwas davon mitbekommt. Ich persönlich finde die "Wettbewerbsverzerrung" eher lächerlich. Ich nutze seit Jahren den Firefox und habe alle Icons vom IE aus meiner Sichtweise gelöscht. Fertig, aus.
 
@aprender: FTP Download ist dir aber ein Begriff? Und der FTP Manager ist ein Bestandteil des Explorers und nicht des Internet Explorers - ein solcher Download könnte auch über eine Abfrage während der Installation gemacht werden
 
@aprender: "Wenn der IE nicht dabei ist, wie dann ein anderen Browser herunterladen?" mit ftp URL, get setup.exe?
 
@Limpo: Die meisten User kennen sowas garnicht, sie haben keine aktive Internetverbindung bei der Installation von Windows. Die t-online Software braucht den IE um zu funktionieren, als wie soll Oma Frieda dann etwas laden? Nicht jeder kennt sich mit der Materie aus, klar dass wir hier es kennen...


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