Nokia: Internet ist eine stärkere Gefahr als Apple

Wirtschaft & Firmen Das Verschmelzen von Internet- und Handy-Nutzung stellt eine weit größere Gefahr für traditionelle Mobilfunkunternehmen dar als neue Hersteller, die aus der Computer-Branche auf den Markt drängen. "Die Herausforderung für uns ist nicht Apple, sondern ein Handykunde, der kein Geld für mobile Inhalte ausgibt", sagte Tero Ojanperä, Vorstandsmitglied bei Nokia, gegenüber der 'Financial Times Deutschland'. Der Wert der Mobilfunkindustrie werde durch die in der Regel kostenlosen Internet-Inhalte zerstört, befürchtet er.

Immerhin will Nokia mit der Vermarktung von Inhalten zukünftig den immer stärkeren Preisverfall bei der Hardware kompensieren. Die zentrale Plattform hierfür soll Ovi sein. Über den Shop werden Software und Musik, aber auch verschiedene Online-Dienste wie E-Mail vermarktet.

Vor allem letztere sind im Internet aber auch kostenlos verfügbar - auch mit entsprechenden Varianten für die Nutzung im Smartphone-Browser. Da solche Angebote ebenso wie Freeware-Anwendungen für Handy-Nutzer immer leichter zugänglich werden, bezweifelt man in Branchenkreisen inzwischen, dass Ovi ausreichend Potenzial bietet, um seine Aufgabe im Nokia-Geschäft zu erfüllen.
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