Real Networks zeigt Hardware-Ripper für DVDs
CEO Rob Glaser zeigte während seiner Aussage den Prototypen eines Geräts namens "Facet", das auf Knopfdruck eine Kopie der eingelegten DVD erzeugt und auf einer eingebauten Festplatte ablegt. Intern wird Facet auch als TiVo für DVDs bezeichnet, was die Funktionsweise verdeutlichen soll.
Facet legt nicht nur einfach eine Kopie der DVD ab, sondern fungiert auch als eine Art Jukebox. So werden Cover und Inhaltsangaben zu den Videos gespeichert. Der zuständige Richter durfte sich während der Verhandlung von der Funktionsweise des Geräts überzeugen. Dazu wurden die gespeicherten Aufnahmen der Serie "Die Sopranos" vorgeführt, die zuvor von den DVDs gerippt wurden.
Glaser gab vor Gericht an, dass sich bereits einige Firmen für die Technologie interessiert haben. So wollte Buffalo Technology bereits im letzten Jahr die nötige Hardware-Plattform zur Verfügung stellen, kurz nachdem die Software RealDVD veröffentlicht wurde.
Doch warum zeigte Real Networks vor Gericht diesen Prototypen? Man wollte damit verdeutlichen, dass es ein ähnliches Gerät bereits von dem Startup-Unternehmen Kaleidescape gibt. Die DVD Copy Control Association (DVD CCA) sah damals darin eine Verletzung der CSS-Lizenzvereinbarungen, scheiterte mit einer Klage aber vor Gericht. Real Networks hofft nun auf einen vergleichbaren Ausgang des Verfahrens.
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Michael Diestelberg
Redakteur bei WinFuture
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