Microsoft erstmals seit 23 Jahren mit weniger Gewinn

Microsoft Die schwierige Wirtschaftslage macht zunehmend auch Microsoft zu schaffen. Das Unternehmen musste gestern erstmals seit 23 Jahren einen Rückgang seines Gewinns gegenüber dem Vorjahresquartal bekannt geben.

Der Konzern erwirtschaftete im letzten Quartal Einnahmen von 13,65 Milliarden US-Dollar, was einem Rückgang von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal entspricht. Wie bereits erwartet, war es der erste Rückgang der Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr in der Geschichte des Unternehmens.


Der Rückgang der Einnahmen fiel sogar deutlich stärker aus, als die von Finanzanalysten erwarteten 2 Prozent. Microsoft konnte dennoch 2,98 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaften, was einem Rückgang um ganze 32 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal entspricht.

Microsoft machte zunächst keine Angaben, ob weitere Entlassungen geplant sind. Vor einigen Wochen hatte das Unternehmen sich entschlossen, rund 5000 Mitarbeiter zu entlassen, um seine Profitabilität zu sichern. Microsofts Finanzchef Chris Liddell geht davon aus, dass man auch noch mindestens im nächsten Quartal weitere Rückgänge erwarten muss.

Ein Bereich, in dem sich die Wirtschaftskrise deutlich bemerkbar macht, ist das Geschäft mit den Client-Versionen von Windows. Dessen Einnahmen gingen um 16 Prozent auf 3,4 Milliarden US-Dollar zurück. Der operative Gewinn sank um 19 Prozent auf 2,5 Milliarden US-Dollar. Die Ursachen hierfür sollen unter anderem eine weiterhin schwache PC-Nachfrage und der Trend zu Netbooks sein.

Während es in anderen Unternehmensbereichen kaum besser aussieht, konnte zumindest die Abteilung für Server-Betriebssysteme und andere Software-Tools im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von 7 Prozent verzeichnen und nun 3,47 Milliarden US-Dollar einnehmen. Der operative Gewinn stieg um 24 Prozent 1,34 Milliarden US-Dollar.
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Hm, naja... zumindest sprechen wir hier noch von einem Rückgang des GEWINNS! Sooo schlimm kann es also nicht sein, solange man noch Gewinn macht. Die Firma trägt sich auf alle Fälle noch locker selbst.
 
@TripleB: hat ja keiner geschrieben das es so schlimm ist, aber es zeigt den derzeitigen Trend sehr deutlich.. Sicherlich trägt sich dieses Unternehmen auch weiterhin selber. Allerdings ist es doch logisch das man Maßnahmen ergreift wenn der Gewinn von einem Quartal zum anderen um 36% zurückgeht. Moderne Marktwirtschaft. :)
 
@TripleB: was für einen gewinn? legt man die bereits rausgeworfenen mitarbeiter und die geplanten weiteren rauswürfe zugrunde - dann kann man sich sehr leicht ausrechnen woher die gewinne kommen.
 
@bilbao: mit den rausgeworfenen erzeugst du aber keine 2,9 Milliarden Gewinn. Sicherlich tragen die Entlassungen einen Teil dazu bei den Gewinn bei Verlusten wieder zu erhöhen aber darum gehts ja dabei auch. Zu bemerken wäre auch noch das Microsoft als eines der wenigen von der "Krise" betroffenen Unternehmen nur sehr moderat entlassen hat bzw. offiziell vor hat.
 
...2,98 Milliarden US-Dollar Gewinn erwirtschaften.... Leute, MS steht kurz vor dem Untergang. Wir müssen Spenden.... Andere Firmen würden sich freuen, wenn sie nur 10% von diesen Gewinn hätten.


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