Wikimedia verbietet das Ausspionieren ihrer Nutzer

Datenschutz Die Wikimedia Foundation hat dem britischen Werbe-Dienstleister Phorm untersagt, die Zugriffe auf die Seiten ihrer Projekte für seine Zwecke zu verwenden. Auch Amazon hatte dies kürzlich bereits getan. Phorm hatte ein neues System zur zielgruppengenauen Auslieferung von Werbung entwickelt. Dieses schließt nicht wie andere Anwendungen abhängig von den Inhalten einer Webseite auf die mögliche Zielgruppe. Statt dessen wird ausgewertet, welche Angebote einzelne Nutzer aufsuchen.

Informiert sich ein User beispielsweise aktuell verstärkt über potenzielle Reiseziele und Flugkosten, kann es ihm passieren, dass er auch auf einer Sport-Seite Anzeigen von Reisebüros eingeblendet bekommt. Dieses Vorgehen ist sehr umstritten.

Die britischen Behörden haben den Dienst zwar nach einer Prüfung für unbedenklich erklärt, die EU-Kommission hat aber ihrerseits Ermittlungen wegen eines möglichen Verstoßes gegen den Schutz der Privatsphäre von Internet-Nutzern eingeleitet.

Auch die Wikimedia Foundation hält Phorms System für problematisch. Die Analyse von Nutzerprofilen auf der Wikipedia und anderen Projekten durch Dritte verletze die Privatsphäre der Nutzer, hieß es. Man verwahre sich deshalb davor, dass die Zugriffe auf Wikimedia-Seiten ausgewertet werden.
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