Wurm Conficker greift mit 'AntiViren-Software' an

Viren & Trojaner Der berüchtigte Wurm Conficker lädt nun doch Schadsoftware aus dem Internet nach. Dabei handelt es sich um so genannte Scareware, die die Besitzer der infizierten PCs erpressen soll.

Laut den Sicherheitsexperten aus dem Hause Kaspersky wird die Software bereits auf viele Rechner übertragen. Sie warnt den Anwender vor einer Virus-Infektion und bietet zur Beseitigung das Tool "SpywareProtect2009" an. Für knapp 50 US-Dollar kann man das fragwürdige Tool erwerben.


SpywareProtect2009, Quelle: TrendMicro

Doch statt wirklich nach Schädlingen zu suchen, installiert das Programm einen Trojaner, der neue Versionen der Software nachladen soll. Allerdings wurde die Domain, auf die der Trojaner zugreift, bereits gesperrt. Das aktuelle Verhalten des Conficker-Wurms zeigt, dass die Autoren offenbar nicht willkürlich die Infrastruktur des Internets schädigen wollen. Stattdessen geht es ihnen um Geld, dass sich mit Hilfe von Scareware sehr leicht verdienen lässt.

Der Conficker-Wurm ist offenbar stärker verbreitet als bisher angenommen. Binnen 24 Stunden haben die Experten von Internet Security Systems (ISS) rund 2 Millionen Rechner im Internet gescannt und nach Spuren von Conficker gesucht. Das Ergebnis: 4 Prozent der Rechner waren befallen. Schätzungen zur Verbreitung gingen nach absoluten Zahlen bisher von einigen hunderttausend bis maximal 4 Millionen befallenen Systemen aus. Rechnet man die Untersuchungsergebnisse von ISS auf die Gesamtzahl der Windows-PCs im Internet hoch, dürften es aber doch einige zehn Millionen sein.

Überblick: Conficker richtig entfernen
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Das ist wirklich ein gefährlicher Trend. Das so ein wurm, der vor mehr als 5 Monaten bereits gepatched wurde noch so gefährlich ist. Das liegt meiner Meinung nach daran, dass es viel zu viele selbsternannte PC-Techniker geben die einfach keine Ahnung haben was sie machen und den Leuten immer noch raten nicht zu patchen, da MS sie sonst "ausspioniert". Mich nerven solche Falschaussagen und ich muss auch immer wieder damit kämpfen......
 
@Sam Fisher: Patchen? NIE im Leben... MS spioniert mich aus!!! lieber die Sicherheitlücken für Kriminelle offen lassen :) /Ironie off
 
Du meinst wohl das Patchen das System verlangsamt wegen den ganzen Installationen :-)
 
@Sam Fisher: Patche mal einen Rechner über ein analoges Modem ohne DSL, dafür aber mit Zeittarif! /Edit neu/ Allein das April Update für XP und Office 2003 mit Kompatiblitätspack 2007 machen 32 MB. PS Danke für das (-). Mach mal einen konstruktiven Vorschlag für Rechner ohne Breibandanschluß, wenn nicht regelmäßig die Leitung über Stunden belegt sein soll. Ich kenne die WF- Update- Packs. Ab und ann klatsche ich es drüber, aber mehr ist nicht möglich. - - E D I T - - Es handelt sich _nicht_ um den eigenen Rechner, sondern um Verwandte und Bekannte, die einfach 'kein DSl brauchen'
 
@AWolf: Leute mit Analogmodem und Zeittarifen sind ja auch nicht das Problem (die würden jede Aktivität des Wurms merken und offline gehen), sondern diejenigen, die die PCs immer mit schneller Anbindung online haben (incl. Firmen), und dennoch nicht patchen.


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