IBM: Moorsches Gesetz wird schon bald zu teuer

Prozessoren Das Moorsche Gesetz wird sich bald überlebt haben. Dieser Ansicht ist Carl Anderson, der beim IT-Konzern IBM an Server-Architekturen arbeitet. Lediglich ein bis zwei Chip-Generationen gibt er der Regel noch. Das Moorsche Gesetz wurde im Jahr 1965 von Intel-Mitbegründer Gordon Moore aufgestellt. Es besagt, dass sich die Komplexität von Prozessoren etwa alle zwei Jahre verdoppelt. Die Annahme hat sich über die Jahrzehnte in der Praxis weitgehend bestätigt.

Laut Anderson wird das Ende dieser Entwicklung aber weniger wegen technischen Problemen bedingt. "Immer mehr Entwickler werden herausfinden, dass alltägliche Anwendungen nicht mehr der letzten technischen Entwicklungen bedürfen", sagte er laut einem Bericht des US-Magazins 'EE Times'.

Der Absatz von High End-Chips wird sich deshalb stärker auf kleiner werdende Nischen beschränken. Das führt zu Problemen bei der Finanzierung der Forschung an immer leistungsfähigeren Chip-Architekturen sowie der Fertigungsanlagen, deren Bau und Betrieb Milliardenbeträge verschlingt.

Anderson geht davon aus, dass zukünftig verstärkt preiswertere Methoden genutzt werden, um Systeme leistungsfähiger zu machen, als die Performance durch immer komplexere Strukturen anzuheben. Solche Alternativen sieht er in der Integration optischer Verbindungen innerhalb von Chips, der Hinwendung zu dreidimensionalen CPU-Designs, bei denen mehrere Trasistoren-Layer geschichtet arbeiten sowie in der Auslagerung komplizierter Berechnungen an GPU-Kerne.

Letztlich gehe die Halbleiterbranche damit den gleichen Weg, wie andere Industrien auch, so Anderson. Auch der Bahnverkehr und die Flugzeugkonstrukteure konnten demnach über viele Jahre eine rasante technische Entwicklung vorweisen und mussten sich eines Tages mit kleineren Fortschritten zufrieden geben.
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