Supercomputer: Der Jaguar ist erfolgreich gestartet

Supercomputer Jaguar - der weltweit zweitschnellste Rechner und der schnellste Supercomputer, der der wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung steht - hat seine höchste Ausbaustufe erreicht und erste Projekte berechnet. Das teilte das National Center for Computational Sciences (NCCS) am Oak Ridge National Laboratory im US-Bundesstaat Tennessee mit. Welche Forscherteams Rechenzeit an dem System erhalten, wird von einem Team verschiedener Fachkräfte entschieden. Ganz oben auf der Prioritätenskala steht dabei die Klimaforschung.



So wurde der von Cray gebaute Jaguar beispielsweise für ein Projekt genutzt, das globale Klimamodelle in einer nie gekannten Auflösung berechnete. Die Erdatmosphäre wurde dabei in "Pixel" mit 14 Kilometern Kantenlänge aufgeteilt. Bisherige Simulationen arbeiteten nur mit Auflösungen von 55 bis 100 Kilometern.

In einer anderen Simulation wurde das Brennverhalten in Dieselmotoren untersucht. So sollen neue Wege gefunden werden, verbrauchsärmere Motoren zu konstruieren. Umwelt-relevante Projekte waren den Angaben zufolge in der Überzahl, nachdem die ersten 21 Forscherteams ihre Rechenzeiten genutzt hatten.

Aber auch andere Forschungsgebiete profitieren von der Leistung des Gerätes. Der Supercomputer ermöglichte es beispielsweise, die räumliche Struktur einer Supernova oder die genaue Anordnung der Moleküle in Wasser zu analysieren. "Die Nachfrage ist sehr groß", sagte NCCS-Direkor Douglas Kothe.

Dies sei auch wenig verwunderlich. Immerhin bietet der Supercomputer beispielsweise dreimal so viel Speicher wie das nächstkleinere System, dass der Wissenschaft zur Verfügung steht. Einige Rechenprojekte können so erst mit dieser Konstruktion durchgeführt werden.

In dem Supercomputer stellen Opteron-Prozessoren von AMD insgesamt 181.000 Kerne zur Verfügung. Diesen stehen insgesamt 362 Terabyte Arbeitsspeicher zur Verfügung, der pro Sekunde 578 Terabyte Daten mit den CPUs austauschen kann. 1,64 Petaflops Spitzenleistung bringt das System. Bei der letzten Erfassung der weltweit verfügbaren Supercomputer war nur der von IBM gebaute Roadrunner mit inzwischen 1,7 Petaflops schneller - dieser steht aber in Diensten des US-Militärs.
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