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Mittwoch, 08. April 2009   

Microsoft: Verbreitung von Scareware nimmt stark zu

Viren & TrojanerDer Software-Konzern Microsoft berichtet in der sechsten Ausgabe seines Security Intelligence Reports von einem deutlicher Anstieg sogenannter Rogue Security Software (vorgetäuschter Sicherheitsprogramme).

"Internetnutzer werden immer vorsichtiger und verwenden zunehmend Sicherheitssoftware. Diesen Trend nutzen Kriminelle aus, um ihnen gefälschte Sicherheitsprogramme, so genannte Scareware oder Rogue Security Software, unterzuschieben", heißt es in dem Bericht.

Diese fordert den Nutzer auf, für den Schutz gegen Schadprogramme zu zahlen. Jedoch bietet sie tatsächlich wenig oder keinen Schutz und stiehlt stattdessen persönliche Informationen oder beeinträchtigt die Produktivität. Zwei Scareware-Familien, FakeXPA und FakeSecScan, waren in der ersten Jahreshälfte noch nicht unter den Top 25, wurden aber im zweiten Halbjahr auf mehr als 1,5 Millionen Computern entdeckt und gehören damit zu den zehn häufigsten Sicherheitsgefahren. Zudem wurde der Trojan-Downloader Win32/Renos auf 4,4 Millionen PCs registriert, ein Anstieg von 66,6 Prozent innerhalb eines halben Jahres.

Es zeige sich auch, dass sich Angreifer durch die steigende Sicherheit der Betriebssysteme verstärkt auf die Anwendungsebene konzentrieren, hieß es. Über 90 Prozent der Schwachstellen in der zweiten Jahreshälfte 2008 wurden demnach in Applikationen und Browsern entdeckt. Diese wurden auch entsprechend häufig zum Ziel von Malware.

Gestohlene und verloren gegangene Computer-Ausstattung ist mit 50 Prozent weiterhin der häufigste Grund für den Verlust von Daten, so Microsoft. Der Einsatz von Verschlüsselungssystemen sei daher dringend anzuraten, hieß es. Technische Vorkehrungen seien in Unternehmen außerdem zusätzlich von strengeren Sicherheitsrichtlinien zu ergänzen.

Ein erfreuliche Nachricht hat Microsoft dabei zumindest für die deutschen Nutzer. Von jeweils 1.000 überprüften Rechnern seien hierzulande im Durchschnitt nur 3,6 mit Malware infiziert. International liege der Wert mit 8,6 Prozent deutlich höher.
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Autor Autor: Christian Kahle RSS Feed RSS & ATOM Feeds
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