Durchsuchung bei brandenburger Tracker-Betreiber

Den Austausch durch die Mitglieder steuerte der Betreiber über einen zusätzlich installierten Tracker, hieß es. Er stellte auch Regeln auf, wonach den Teilnehmern vorgeschrieben war, für jedes heruntergeladene Gigabyte mindestens 700 Megabyte selbst hochzuladen. Bei Missachtung drohte die Verbannung aus dem Netzwerk.

Zusätzlich bot der Tracker-Betreiber Daten-Kontingente gegen Bezahlung an. Ab einem Betrag von 51 Euro wurde ein VIP-Status vergeben. Anhand dieser Erkenntnisse stellte die GVU Strafantrag wegen des Verdachts auf gewerbsmäßige unerlaubte Verwertung.

Die Ermittlungen übernahm das Eberswalder Dezernat zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität des LKA Brandenburg. Mit der gestrigen Durchsuchung sollten Beweismittel sichergestellt werden. Die Beamten beschlagnahmten den Angaben zufolge einen Computer sowie vier Festplatten. Weiterhin wurde ein in Saarbrücken stehender Server konfisziert, auf dem der Tracker gehostet war.

Durch die Auswertung der Datenträger erhofft sich die Staatsanwaltschaft auch Rückschlüsse auf die Identität der Nutzer. Diese müssen ebenfalls mit Strafverfolgung rechnen.
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