Ubuntu-Chef sieht Windows 7 als Chance für Linux

Betriebssysteme Bei Microsoft laufen die Arbeiten an Windows 7 auf Hochtouren und aktuellen Prognosen zufolge, könnte das neue Betriebssystem ein großer Erfolg werden. Ubuntu-Chef Marc Shuttleworth sieht darin aber auch eine Chance für Linux.

In einem Interview mit 'InternetNews.com' musste er zwar eingestehen, dass Linux im Desktop-Bereich aktuell eher ein Nischendasein führt, für die Zukunft rechnet er jedoch mit einem Schub für das Open Source-Betriebssystem.


In den kommenden Jahren werden sich laut Shuttleworth das Nutzungsverhalten und die Kundenwünsche deutlich verändern. Dabei ist er sich sicher, dass die Gegebenheiten, die zu Microsofts Dominanz im Desktop-Bereich geführt haben, nicht dieselben sind, die das Wachstum in diesem Bereich künftig antreiben werden.

"Die nächste Milliarde PC-Nutzer interessiert sich nicht mehr dafür, ob ihr Betriebssystem zu Microsoft Office kompatibel ist", so Shuttleworth. "Die Geschäftsmodelle ändern sich und ich bin mir sicher, dass das Wachstum der PC-Industrie mit dem Erstarken von Windows-Alternativen einhergeht."

Chancen für Linux sieht Shuttleworth für die kommenden Jahre jedoch nicht nur im Desktop-Bereich, sondern auch bei Netbooks. Mit der Veröffentlichung von Ubuntu 9.04 und einer speziell an Netbooks angepassten Version des Betriebssystems, rücken die Mini-Laptops für das Unternehmen weiter in den Vordergrund, erklärte der Ubuntu-Chef.
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