Nach Preisabsprachen: Hitachi-Manager vor Gericht

Wirtschaft & Firmen Sakae Someya, seines Zeichens Manager beim Elektronikkonzern Hitachi, ist in San Francisco wegen Preisabsprachen bei LCD-Displays verklagt worden. Er ist mittlerweile der achte Manager, der wegen des Vergehens vor Gericht steht. Someya wird vorgeworfen, sich mit anderen LCD-Panel-Herstellern zusammengetan zu haben, um den Wettbewerb untereinander zu unterbinden und die Preise für LCD-Panels, die an Hersteller wie Dell verkauft wurden, hoch zu halten. Die maximale Strafe, die den Manager erwarten könnte, liegt bei einer Million US-Dollar und zehn Jahren Haft.

Aufgrund der Preisabsprachen wurden in der jüngsten Vergangenheit bereits sieben hochrangige Mitarbeiter von LCD-Panel-Herstellern zu Geld- und Haftstrafen verurteilt. Dazu zählen unter anderem der CEO sowie drei weitere Manager von Chunghwa Picture Tubes und ein Manager von LG.

Nicht nur die Mitarbeiter, auch die Unternehmen selbst wurden zuletzt wegen illegaler Preisabsprachen zur Kasse gebeten. Während Hitachi 31 Millionen US-Dollar Strafe zahlen musste, lag die Strafzahlung für Chunghwa Picture Tubes bei 65 Millionen US-Dollar. Sharp musste 120 Millionen US-Dollar bezahlen und LG Display sogar 400 Millionen US-Dollar.
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