GhostNet: Forscher enttarnen globales Spionagenetz

Hacker Forscher des kanadischen Munk Center for International Studies aus Toronto haben ein weltweites Spionagenetzwerk entdeckt. Zahlreiche Rechner in staatlichen Einrichtungen sollen zu dem "GhostNet" gehören.

Unklar ist bisher, von wem das Netzwerk betrieben wird. Zwar werde es vorrangig von Rechnern in China aus kontrolliert, man solle jedoch vorsichtig sein, die dortige Regierung zu bezichtigen, so die Forscher. Es könnten durchaus andere Kräfte hinter der Spionage-Aktion stehen.


Wie Ronald J. Deibert, Mitglied der Expertengruppe, die das GhostNet analysierten, ausführte, kämen auch international tätige Unternehmen oder so genannte "patriotische Hacker" aus China infrage. "Der CIA oder die Russen könnten es ebenso sein", sagte er.

Die Forscher kamen dem Netz auf die Spur, als sie Rechner der tibetanischen Exilregierung auf Virenbefall untersuchten. Weitergehende Ermittlungen zeigten, dass auch PCs der NATO, verschiedener Botschaften und Außenministerien dazugehören.

Die Malware, die sich dabei in die Systeme einnistet, bringt ein breites Angebot an Abhörmechanismen mit. So können gezielt Dokumente entwendet oder Tastatureingaben belauscht werden. Auch das Anzapfen von Mikrofonen oder Webcams an den Rechnern ist möglich. Weltweit sollen 1.295 Computer in 103 Ländern infiziert sein.
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"Zwar werde es vorrangig von Rechnern in China aus kontrolliert, man solle jedoch vorsichtig sein, die dortige Regierung zu bezichtigen, so die Forscher." Warum war mir das wieder klar, noch bevor ich die News gelesen hatte.
 
Krasse Scheisse.
 
gibt ein gutes beispiel zum heiss debattierten thema schutzsoftware.
 
[re:1] m3ta am 30.03.09 08:24 Uhr
(+4
@OSLin: Der beste Schutz vor Viren,Würmern & Trojanern ist nen eingeschaltetes Gehirn beim Surfen im Inet. Ist der Anwender noch so dämlich, reisst das kein noch so gutes Antivirenprogramm raus.
 
@m3ta: Hm, irgendwie habe ich meine Zweifel das ein großes Spionagenetz sich auf die Dummheit der Internetuser verlässt. Ich denke mal, dass die Trojaner doch eher auf anderem Weg auf die Rechner gelangt sind.


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