Street View: Nackte Kinder sorgen für heftige Kritik

Internet & Webdienste Seit der letzten Woche ist der Dienst "Google Street View" auch in Großbritannien verfügbar. Seitdem gehen zahlreiche Beschwerden ein, wonach die Straßenansichten die Privatsphäre vieler Menschen verletzen. So werden unter anderem Fotos beanstandet, die britische Bürger zeigen, wie sie Sexshops besuchen, Steine werfen oder sich gerade übergeben. Auch der ehemalige Premierminister Tony Blair beschwerte sich, dass Google seine Privatsphäre verletzt - Aufnahmen des Wohnhauses der Familie Blair wurden inzwischen entfernt.

Die Tageszeitung 'Independent' hat Google jetzt darauf aufmerksam gemacht, dass auch Fotos von nackten Kindern zu sehen sind. Der Dreijährige wurde bei einem Picknick in einem Park abgelichtet - sein Gesicht soll deutlich erkennbar sein. Der Park ist nur wenige hundert Meter vom Wohnsitz eines Ministers entfernt.

Google hat die Bilder bereits nach einer Stunde entfernt. Laut Angaben des Suchmaschinenbetreibers werden 99,9 Prozent aller Gesichter und Autokennzeichen unkenntlich gemacht. In absehbarer Zeit wird der Dienst auch in Deutschland starten. Man geht davon aus, dass es hierzulande zu ähnlich starker Kritik kommen wird.
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