Raubkopien: Musikindustrie fordert Hilfe der Politik

Wirtschaft & Firmen Die Musikindustrie wünscht sich die Unterstützung der Politik im Kampf gegen illegale Downloads im Internet. Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands Musikindustrie, Dieter Gorny, wirft der Politik vor, noch analog zu denken.

Demnach hat die Kanzlerin Angela Merkel die Brisanz beim Schutz des Urheberrechts zwar erkannt, jedoch hat sie "Industriepiraten im Blick, die zum Beispiel Turnschuhe fälschen", erklärte Gorny gegenüber der dpa. Verstehen kann er das nicht, schließlich hat die Kreativ- und Kulturwirtschaft mit 61 Milliarden Euro einen großen Anteil am Bruttoinlandsprodukt.

Gorny kritisert, dass sich die Bundesregierung auf den Ausbau des schnellen Internets konzentriert, ohne dabei an die Inhalte zu denken. "Nur weil man an digitale Produkte kein Preisschild hängen und sie nicht anfassen kann, sind sie nicht weniger wert."


Laut Gorny ist es wichtig, dass die Zugangsanbieter in den Kampf gegen illegales Filesharing einbezogen werden. Solange dies nicht der Fall ist, muss man weiterhin auf Mittel wie Abmahnungen zurückgreifen. Als Vorbild für eine wirkungsvolle Maßnahme gegen Raubkopien sieht er die Initiative von Franksreichs Präsident Sarkozy zum Schutz des Urheberrechts.

In Frankreich entsteht derzeit eine neue Aufsichtsbehörde, die Raubkopierer zunächst per E-Mail verwarnt. Sammelt der Nutzer drei Verwarnungen, wird ihm der Internetzugang gesperrt. Bereits in diesem jahr soll die Maßnahme umgesetzt werden. "Wir würden ein Warnsystem bevorzugen, aber die Regierung zwingt uns durch ihr zögerliches Verhalten dazu, weiter Abmahnungen zu verschicken", sagte Gorny.

Abschließend erklärte Gorny, dass Deutschland eine von der Politik moderierte Abstimmung zwischen den Providern und den Inhalte-Produzenten benötigt. Zudem müssen die Internetprovider an qualifizierten Angeboten im Netz Interesse haben. "Von der Flatrate allein werden sie Zukunft nicht mehr leben können."
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Besonders in Zeiten der Finanzkrise sollten sich nun alle Politiker Bitte um die armen Musiker kümmern... die verhungern doch sonst...
 
[re:1] Carp am 18.03.09 14:15 Uhr
(-24
@Joggie: Warum du für deine unsinnige aussage schon wieder plus bekommst ist mir schleierhaft denn du hast anscheinend echt null ahnung wie schwer es ist mit musik seinen lebensunterhalt zu verdienen!Aber da du dich anscheinend mit der materie garnicht auseinander gesetzt hast geschweige denn selber musiker zu sein brauche ich es dir ja eigentlich garnicht erzählen!Und trotzdem ist es schwachsinn von der musikindustrie denn die heimsen sich die meiste kohle ein und der musiker ist mal wieder der gekniffene!
 
@Joggie: Da hat wieder mal jemand nicht verstanden was im Bericht wirklich gemeint ist. Weil du sicher alle deine MP3s legal erworben hast. Und nicht jeder Musiker kann nur von der Musik leben, Ihr meint alle, sobald mal Musiker ist, ist man reich, aber so ist es leider nicht.
 
@Carp: Jahrtausende lang konnten nur die wenigsten von Musik leben, reich wurde davon gar keiner. Und nur weil dieser Zustand vor gut 100 Jahre durch die Erfindung der Tonträger beendet wurde, bedeutet es noch lange nicht, dass das nun ewig so weitergehen muss. Es gibt kein Gott gegebenes Recht auf das Geld verdienen mit Tonträgern. Ich bin selbst Hobbymusiker und kenne aus meinem näheren Umfeld etliche Berufsmusiker. Die verdienen gut mit Musik, und zwar als als Orchestermusiker, als Studiomusiker, als private oder nicht-private Musiklehrer oder als Mitglieder von Begleit-Bands bekannter Musikgrößen. Man kann also von Musik sehr gut leben, auch ohne den Verkauf von CDs. Nur die faulen, schlechten und ruhmsüchtigen Musiker fixieren sich auf Tonträger als Einnahmequelle. Wenn die sogenannten Stars und Möchtegern-Stars zu faul sind, mit Live-Konzerten ihr Geld zu verdienen, dann sollen sie doch bleiben wo der Pfeffer wächst. Solche Leute will ich als jemand der Musik über alles liebt, weder sehen noch hören. Ja sie kotzen mich an, diese Figuren die die Musik mit ihrem Verhalten in den Dreck und in die Niederungen der bloßen Geldgier ziehen.
 
Ich meine damit in erster Linie die Musiker die in der Kohle schwimmen... mir ist bewusst, dass es als Anfänger extrem schwierig ist... aber denen bringt so eine Anfrage überhaupt nix, da die Musik"industrie" sie doch noch gar nicht unterstützt solange sie kein Label haben... und wenn sie dann ein Label haben ist die Piraterie sicher nicht der Grund dafür, weshalb sie wieder von der Bildfläche verschwinden...


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