Chip-Industrie steht 2009 vor drastischem Einbruch

Wirtschaft & Firmen Der Chip-Industrie steht in diesem Jahr ein massiver Einbruch beim Handelsvolumen bevor. Davon geht das Marktforschungsinstitut IDC in seinen neuen Prognosen aus. Bereits das vierte Quartal 2008 hatte in der Branche für schlechte Stimmung gesorgt und die Umsatzentwicklung im Gesamtjahr auf ein Minus von 2 Prozent gezogen. Allerdings müssen sich die Halbleiter-Hersteller auf noch schlimmere Zeiten einstellen: Die IDC geht von einem Rückgang um 22 Prozent für 2009 aus.

Die wesentliche Ursache liege darin, dass die Weltwirtschaftskrise sich nicht nur auf die Investitionen von Unternehmen in IT-Produkte, sondern auch verstärkt auf die Kaufkraft der Privatkunden auswirken wird, hieß es. Die verkauften Stückzahlen werden so in Kernbereichen im zweistelligen Prozentbereich sinken.

Hinzu kommt ein weiterer Preisverfall. Betroffen werden nicht nur die USA und Europa sein, wo schon länger Probleme für die Halbleiter-Industrie bestehen. Laut den Prognosen der IDC wird sich der Rückgang in ebenso starkem Maße in Asien auswirken.

Die Marktforscher erwarten, dass die Weltwirtschaftskrise Ende 2009 ihren Höhepunkt erreicht und es wohl erst Mitte 2010 wieder zu einer Belebung kommt. Dann allerdings soll sich die USA als erster Halbleiter-Markt wieder aufrappeln können - die Grundlage dafür werden DRAM- und Flash-Verkäufe sein, so die IDC weiter.

Besonders stark wird die Krise die Ausrüster treffen: Die IDC rechnet damit, dass die Chip-Produzenten in diesem Jahr 45 Prozent weniger in neue Fertigungsanlagen investieren.
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