Windows 7: Testern geht die Entwicklung zu schnell

Windows 7 Microsoft entwickelt Windows 7 mit einer zu hohen Geschwindigkeit, behaupten einige Beta-Tester und Enthusiasten. Nach ihrer Auffassung nimmt Microsoft die Rückmeldungen der Tester kaum ernst, auch wenn sie über die nicht-öffentlichen Kanäle der technischen Beta eingereicht werden. Nach Meinung von Adrian Kingsley-Hughes, Chris Holmes und einigen anderen prominenteren Vertretern der Betatester-Community gibt das Entwicklerteam ihnen beim Einreichen einer Bug-Meldung zu häufig die Antwort, dass das Problem nicht behoben werden soll oder eine Funktionalität absichtlich auf die beanstandete Art und Weise realisiert wurde.

Dies erweckt ihrer Meinung nach den Eindruck, dass die Funktionalität schon lange fest stand, als sie überhaupt die ersten Testversionen vorgelegt bekamen. Auch der umstrittene Kolumnist Randall C. Kennedy mischt sich nun ein und behauptet, dass Microsoft Windows 7 mit große Eile auf den Markt bringen will, ohne dem Vista-Nachfolger zuvor die nötigen Testläufe zu verordnen.

Die Schuld dafür sieht Kennedy beim Windows-Entwicklungs-Chef Steve Sinofsky, der schon lange für seine undurchsichtigen Prozesse bekannt sei, was sich bereits gezeigt habe als er noch die Office-Abteilung leitete. Andere Microsoft-Kenner wie Ed Bott widersprechen den Protesten ihrer Kollegen allerdings.

Bott sieht in der zügigen Entwicklungsarbeit ein Zeichen für die große Effektivität des Sinofsky-Regimes. Außerdem zeige sich einfach, dass sich die Welt seit den von vielen vermissten "guten alten Tagen" der Beta-Testerei weiter gedreht habe, was sich unter anderem in der Verfügbarkeit der Windows 7 Vorabversionen über Filesharing-Netzwerke wie BitTorrent manifestiere.

Da die Betas jüngst nicht mehr nur einer elitären Gruppe zur Verfügung gestellt wurden, sei es Microsoft möglich, sie von einer größeren Zahl von Anwendern längerfristig erproben zu lassen. Bei Windows 7 sei es vielen Testern erstmals wirklich ausführlich möglich gewesen, das System über mehrere Wochen auszuprobieren. Früher habe man einen Großteil der Testzeit damit verbracht, ständig neue Builds zu installieren, so Bott.

Microsoft selbst äußert sich kaum zum Entwicklungsprozess von Windows 7. Derzeit laufen die Arbeiten weiter, bis Ende März bzw. Mitte April mit dem Release Candidate zu rechnen ist. Erst vor kurzem hatte man die Erstellung der ersten Builds mit RC-Kennzeichnung verschoben, um mögliche Qualitätsprobleme zu vermeiden.

WinFuture Special: Windows 7
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