 Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) fordert von der Politik deutlich bessere Ressourcen zur Bekämpfung der Internet-Kriminalität. Vor allem die Ausbildung müsse vorangetrieben werden.
Das sagte Bernhard Witthaut, GdP-Landesvorsitzender in Niedersachsen, gegenüber der ' Hannoverschen Allgemeinen Zeitung'. "Weil immer mehr Kriminelle mit dem weltweiten Datennetz arbeiten, muss sich die Polizei wesentlich besser darauf einstellen", so Witthaut.
Laut der Kriminalstatistik des Jahres 2007 stieg die Zahl der Straftaten im Internet zum Vorjahr bereits um 44 Prozent auf 21.500 Fälle an. Zwar ist die Aufklärungsquote mit 85 Prozent recht hoch, allerdings gibt es auch eine große Dunkelziffer an Vorfällen.
Um zukünftig effektiv handeln zu können, müsse mehr getan werden. "Es muss schnell und intensiv gehandelt werden, weil wir um Jahre hinterherrennen", sagte Witthaut weiter. Er forderte, dass jede Polizeidirektion ein eigenes Fachkommissariat für Internetkriminalität mit entsprechend ausgebildetem Personal erhält.
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