 Die Internetsperren gegen Kinderpornografie kommen schneller als erwartet. Bereits Ende Februar sollen die sieben größten Provider eine schwarze Liste erhalten, die zu sperrende Websites enthält.
Diese Liste wird von der Kriminalpolizei geführt. Laut einem Bericht des 'Kölner Stadt-Anzeigers' sollen die sieben größten Internetprovider bis Ende Februar vertraglich zur Sperrung von ausländischen Kinderpornografie-Seiten verpflichtet werden. In den folgenden Monaten soll dann das Telemediengesetz angepasst werden werden, das alle Provider zur Umsetzung der Sperren zwingen wird.
Es werden lediglich Webserver aus Staaten blockiert, in denen Kinderpornografie nicht verboten ist oder Verstöße nicht verfolgt werden. Das Bundesfamilienministerium geht davon aus, dass in Deutschland bis zu 300.000 Zugänge pro Tag verhindert werden können.
Die geplanten Sperren rufen aber auch Kritiker auf den Plan. So geht der Bundesverband Digitale Wirtschaft davon aus, dass eine echte Blockade aufgrund der dezentralen Struktur des Internets nicht möglich ist. Eine Umgehung würde möglich sein. Zudem könnten die Sperrungen zu Störungen im Internet führen.
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